Lustiges Papierpuzzle

Papierpuzzle

Ein weiterer Beitrag aus der Reihe Die Tücken von StampIt im Zusammenspiel mit einem widerspenstigen Drucker, in dem der Protagonist, ein vormals blütenweißes und gebügeltes Blatt Papier einen Heldentod stirbt. Dieser Heldentod ist nicht schön, er hat eigentlich nichts heldenhaftes, außer dass die Nebendarsteller sowohl schwarz (Drucker, Hände) als auch rot (Kopf) eingefärbt werden. Der Tod wurde herbeigeführt durch Malträtieren der zwei erstgenannten Nebendarstellern. Einen kleinen Anteil hatte auch eine lange, scharfe, spitze Schere. Die wiederum fügte Nebendarsteller H. eine ebenfalls rote Markierung zu.

Wo bleibt nun aber der andere Hauptdarsteller, das StampIt? Was hat es damit auf sich? Wir erinnern uns des ärgerlichen Anfangs und des erquicklichen Endes der Vorgeschichte. Bzw. es geht eigentlich auch ohne diese Erinnerung, denn es reicht die Information, dass beim Online-Frankieren einmalig EINMALIG EIN-MA-LIG die DataMatrix als Druckauftrag gegeben und damit das Geld abgezogen wird. Das gilt auch, wenn Probleme beim Übertragen an den Drucker, beim Papiereinlegen, beim Papiereinzug, beim Papierdurchziehen, bei den Druckerpatronen bzw. beim Toner oder generell beim Drucken auftreten. Dann wurde das Geld für die Briefmarke berechnet, aber man hat keine Briefmarke!

Das Beruhigende ist, dass man das Geld wiederbekommt. Aber das ist ein bürokratischer Alptraum. Es geht, aber es macht Mühe. Viel Mühe. Und das alles nur, weil man lieber am Schreibtisch die Briefmarken ausdruckt als (durch Wind und Wetter) zum Automaten zu gehen.

Oder vielleicht ist das System einfach zu beschränkt? Beschränkt im Sinne von „es werden nicht alle Fälle abgedeckt“. Bei der Bahn kann man das Online-Ticket auch so oft ausdrucken wie man lustig ist. Durch den eindeutigen Code ist gewährleistet, dass das Ticket/die Briefmarke nur einmal eingelöst wird und es würde auffallen, wenn ein Code mehrfach verwendet würde. Warum also diese dämliche Beschränkung?!? Idioten! (Idioten, sind diejenigen, die sich die Beschränkung ausgedacht haben, diejenigen, die sie umgesetzt haben und diejenigen, die sie in Kauf nehmen.)

Was ich also mit dem seltsamen Bild und der umständlichen Erklärung ausdrücken wollte: die Deutsche Post soll sich in dieser Hinsicht bitte ein Beispiel an der Deutschen Bahn nehmen! In der Hinsicht Bezahlung sieht die Sache wiederum umgekehrt aus, aber das würde den Rahmen dieses Beitrags, ja dieses Blogs erheblich sprengen.

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

4 Gedanken zu „Lustiges Papierpuzzle“

  1. Hab ich jetzt was überlesen oder steht da nicht weshalb das Blatt so maltretiert wurde. Hat das jetzt auch was mit der Post zu tun?

  2. Oha, es sieht so aus, als wäre dieses ehemals blütenreine Papier durch die Hölle, ja was sag ich, durch den Krieg gegangen. Wie deine Frisur nach dem Haareraufen aussieht, können wir hier nur erahnen.

    Du kannst es jetzt sicher so gar nicht gebrauchen, dass hier jemand den Klugscheißer raushängen lässt, aber ich habe von jeder Markenstärke immer was zu hause liegen, da ich diesen Automaten nämlich auch nicht traue, geschweigedenn diesem hochmodernen Online-Spielchen.

    Aber der Drucker ist doch wenigstens noch heil, oder?

  3. flash, das war der Drucker! Der hat das Papier falsch eingezogen und dann nicht mehr hergegeben! Und das Puzzle habe ich dann gemacht, um sicher zu gehen, dass auch kein Fitzelchen mehr im Drucker ist.
    War das in der Geschichte nicht klar geworden 😉

    Chlorine, meine Frisur ist wirklich absolutes Tabuthema! Besonders die blonden Haare haben gelitten!
    Ich bin auch fast so weit, auf Vorrat Marken zu kaufen, damit ich diesen Ärger nicht mehr habe. Es ist ja das Vernünftigste, Logischste, Zeitsparendste und Verantwortungsvollste. Aber man möchte ja mit der Zeit gehen :mrgreen:

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