Song des Tages: Daddy’s Gone von Glasvegas

Angefangen hat es mit zuviel Zeit in der ersten Januarwoche, wo ich einige neue Blogs entdeckte. Hauptsächlich Musikblogs. So hat die Menge guter Musik, die ich in den letzten Tagen neu entdecke, rapide zugenommen. Einerseits ärgerlich, weil ich erst im April wieder CDs kaufen darf[1]. Andererseits heißt das aber nicht, dass ich die Musik nicht hören darf. Und das Internet, speziell das ominöse Web 2.0 bietet da genug Ansatzpunkte.

Auf den Song des Tages bin ich bei Top Fives gestoßen. Im (ausnahmsweise) englischen Beitrag My Five (Well, Four) Scottish Bands of the Moment war dieser auf Platz 1 und schon die Beschreibung

I just hope he won’t lose the accent once they are signed to a major label.

war ein Garant dafür, dass ich mir das mal anhöre. Und neben dem oft durchscheinenden, charmanten schottischen Akzent[2] ist der Song selber ein absoluter Ohrwurm. Eingängie Melodie, schöne Stimme, genau die richtige Menge an Instrumentierung, … Ich hab das Ding schon mindestens ein Dutzend Mal gehört und habe noch lange nicht genug! Auf der offiziellen Seite kann man diesen und fünf weitere in voller Länge anhören (einer ist ein Podcast). Oder gleich das Video ansehen:

Erst war ich ein wenig verwundert, dass Daddy’s Gone mit Abstand der am meisten gehörte Song auf der Last.fm-Seite ist, denn die Band hat keinen Plattenvertrag, keine Tonträger veröffentlicht und bietet keine Downloads an. Ein Blick in den ITMS klärte die Sache auf, denn dort sind zwei Singles mit je zwei Songs verfügbar (Link zu Glasvegas im Store).

Ich hoffe dieser winzige Kauf von vier Songs zählt nicht als Zuwiderhandlung zu den Grundsätzen des CD-Projektes 2008 (ich bin da nicht die Einzige[3]), aber das musste einfach sein!

  1. Als Bestandteil meines CD-Projektes 2008. []
  2. Da ich ein Jahr in Edinburgh studiert habe, verursacht der schottische Akzent bei mir fast heimwehartige Gefühle. []
  3. Wo wir gerade bei diesem Beitrag sind: der dort angesprochene taz-Musikblog Monarchie und Alltag hat mich in noch größere Bedrängnis gebracht. Doch dazu schreibe ich vielleicht später mehr. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

3 Gedanken zu „Song des Tages: Daddy’s Gone von Glasvegas“

  1. Aye, einen schönen Song hast du da ausgegraben. 🙂

    Den schottischen Akzent kenn ich selber nur vom Highlander-Film und von Interviews mit schottischen Snooker-Spielern. Auch wenn man da mitunter kaum was versteht…

  2. Cheers Mate :mrgreen:
    Das schönste an der Ausprache ist das gerollte R. Und wenn das U wie ein U ausgesprochen wird. put wird z.B. wie ein etwas länger gezogenes und gequetschtes putt (wie in putt putt putt) ausgesprochen.

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