Der Bleistift in meinem Kopf

Kopfschmerz

Das neue Jahr fängt auf schmerzliche Art nicht gut an. Will sagen, der Bleistift ist wieder da. Der sich drei Tage lang genau über meinem linken Auge in den Kopf bohrt und mich ganz benommen macht. Konzentration ist sehr schwierig und das (verschreibungspflichtige) Schmerzmittel hilft nur bedingt. Aber immerhin soweit, dass ich am Bildschirm arbeiten kann.

Woher kommt der Kopfschmerz und warum bleibt er immer für drei Tage? Bis ich das endlich herausgefunden habe, vergingen mehrere Jahre und die Schmerzen kamen immer zu den ungünstigsten Zeitpunkten. Immer dann, wenn ich besonders viel Stress hatte. Der erste Verdächtige ist ja immer die Migräne[1]. Doch so sehr ich da auch was reinzuinterpretieren versuchte, die Symptome passten nicht.

Irgendwann letztes Jahr fiel mir dann auf, dass ich beim Zusammenbeißen der Zähne einen ähnlichen Schmerz verspüre bzw. dass es sich einfach so anfühlte, als ob mein Kiefer sich mit dieser Bewegung „auskennt“[2]. Es wäre also durchaus möglich, dass durch nächtliches Zähneknirschen die Kopfschmerzen verursacht werden. Beim nächsten Zahnarztbesuch habe ich nachgefragt und mein Kiefer wurde genauer untersucht. Und es kam heraus, dass die Kiefermuskulatur sehr stark verspannt ist und auch die Gelenke überdurchschnittlich beansprucht sind. Abhilfe schafft eine Beißschiene, die nachts getragen werden muss[3].

Und genau da liegt das Problem: die Beißschiene hilft natürlich nur, wenn sie getragen wird. Ich dachte, dass ich im Urlaub keinen Stress haben werde und deshalb die Schiene zu Hause lassen kann. Großer Fehler! Jetzt habe ich den Salat bzw. den Schmerz. Zum Glück habe ich wenigstens daran gedacht, meine Schmerztabletten mitzunehmen, denn gestern wäre es aufwändig gewesen, einen Arzt zu finden, der sie mir verschreibt und eine Apotheke, wo ich sie bekommen hätte.

Die Tabletten helfen insoweit, dass der Schmerz zumindest erträglich wird. Ohne könnte ich keine fünf Minuten auf den Bildschirm gucken. Bevor ich die Beißschiene (und das verschreibungspflichtigen Schmerzmittel) hatte, war dann ein produktives Arbeiten kaum möglich. So bin ich dann etwa einmal im Quartal für zwei bis drei Tage ausgefallen bzw. zur Arbeit bin ich schon gegangen. Denn wenn ich im Bett liege, dann ist der Schmerz erträglich und das ist für mich keine Ausrede krank zu feiern.

Hat da jemand ähnliche Erfahrungen? Bzw. vielleicht bringe ich ja sogar jemanden auf die richtige Spur bzgl. seiner unerklärlichen Kopfschmerzen.

Bildquelle: Pixelio

  1. Neri hat dazu einen sehr informativen Beitrag verfasst. []
  2. Hört sich komisch an, aber vielleicht kennt der eine oder andere dieses Gefühl. []
  3. Die einfache Variante wird von der Krankenkasse übernommen. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

8 Gedanken zu „Der Bleistift in meinem Kopf“

  1. Auch ich werde des Öfteren von Dreitageskopfschmerzen heimgesucht, die sich bei mir bis zur Migräne hin entwickeln. Zum Glück ist diese Migräne aber nicht so schlimm und extrem wie bei vielen anderen, oder wie ich sie als Kind erleben „durfte“.
    Bei mir sind es genau drei Tage, die ich mich dann mit den Schmerzen herumplagen muß. Und es ist bei mir immer nur die linke Seite in der Gegend der Schläfe! Mein Arzt hat mir ein Migräneschmerzmittel verschrieben das ich dann auch einnehme wenn ich merke das es wieder los geht. Kein anderes herkömmliches Schmerzmittel hilft bei dem auftreten der Schmerzen, nur das Mittel welches ich verschrieben bekommen habe.
    Einen Auslöser, oder einen Grund für diesen Schmerz habe ich nicht finden können. Und ich habe da in alle Richtungen geforscht, wie man in manchen meiner Beiträge in meinem Blog (was derzeit leider nicht funktioniert) nachlesen kann.
    Drei Tage diese Schmerzen mit sich herumschleppen ist schlimm, aber wesentlich schlimmer ist es, wenn diese Schmerzen zu einer Migräne mutieren. So bin ich recht zufrieden das mir überhaupt ein Mittel zur Verfügung steht mit dem ich es erst nicht so weit kommen lasse. Wer mal drei Nächte wach gelegen hat, weil er vor lauter Schmerz nicht schlafen kann, der weiß was ich meine.

  2. auweia! da kann man ja froh sein solchen fraulichen problemen kein ziel zu geben! versuch doch mal so alternative sachen wie das wo die einem nadeln in die körper stecken!!!
    das piekst dann auch mal woanders und nicht nur im kopppe

    achja! schönes büldschen haste da gemacht! wusste garnicht das mädchen mit schraubzwingen umgehen können!

    mfg basti

  3. Andi, deine Migräne ist natürlich viel schlimmer und ich bin wirklich froh, dass es bei mir nicht der Fall ist. Deine Beiträge habe ich schon früher gelesen und auch wenn ich die Schmerzen nicht kenne, kann ich mir doch ungefähr vorstellen, wie schlimm das ist. Vor allem, wenn man etwas tun möchte und nicht kann. Das ist wirklich frustrierend.

    Basti, dat Büldchen is ja gar nicht von mir (Quelle steht ganz unten im Beitrag). Aber mit einer Schraubzwinge kann ich umgehen: mein bevorzugtes Einsatzgebiet sind Macs, die mich zur Verzweiflung bringen!

  4. Sexy ist so ein Zahnschutz nicht, aber durchaus angebracht!
    Ich habe das Problem, dass ich nachts mit den Zähnen knirsche und muss auch eine Schiene tragen. Wenn ich das nicht tue, dann wache ich morgens mit Kieferschmerzen auf, die sich den Tag über zu Kopfschmerzen entwickeln.

    Du könntest Deine Zahnärztin mal fragen, ob sie sich mit Kinesiologie auskennt. Das ist ein Muskeltest, wo herausgefunden werden kann, wo die Verspannungen /Schmerzen etc. herrühren. So hat meine Zahnärztin das mit meinem Kiefer herausgefunden und das meine Kopfschmerzen davon kommen.

  5. Consuela, Danke für den Tipp 🙂 Das, was du beschrieben hast, war wahrscheinlich der Test, den meine Zahnärztin gemacht hat. Denn nur aufgrund dessen, habe ich die Schiene von der Krankenkasse genehmigt bekommen.
    Hast du nur für einen Tag Kopfschmerzen, wenn du die Schiene mal vergisst? Bei mir sind es immer drei Tage. Das ist ziemlich ungerecht, finde ich!

  6. Ich habe nur für einen Tag dann die Kopfschmerzen.
    Lass Dir doch mal Massagen für Dein Kiefergelenk aufschreiben bzw. Dir von Deiner Zahnärztin zeigen lassen, was Du da selber machen kannst. Dann müssten die Verspannungen doch weggehen. Natürlich musst Du dann regelmäßig auch was dafür tun. Akupunktur soll da auch ganz gut helfen. Persönlich hab ich da aber keine Erfahrungen gemacht.

  7. hm, hast du schon mal nach verspannungen im nackenbreich gefortscht ? meine bessere hälfte hat das, da hilft massieren. ist nur so eine idee..

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