Archiv für den Monat: August 2007

Ein virtueller Besuch der Royal Mile in Edinburgh

Das Abonnieren der SPON-Schlagzeilen (Link zum RSS-Feed) kann Fernweh verursachen. Heute gab es einen Artikel mit dem Titel Edinburgh günstig – Haggis statt Frühstücksbuffet. Da konnte ich nicht widerstehen, habe den Artikel aufgerufen und beim Durchlesen zog es mein Herz zum Athen des Nordens.

Wer nach dem Artikel noch nicht überzeugt ist, dem möchte ich hier ein paar Bilder aus der Altstadt (Old Town) präsentieren und dann wisst Ihr, wo ihr den nächsten Kurzurlaub verbringen werdet. Oder vielleicht einen längeren Urlaub in Schottland mit Edinburgh als Startpunkt.

Machen wir doch eine virtuelle Reise entlang der Royal Mile. Die ist genau eine schottische Meile lang (1,8 km). Warum? Weil die Länge der Straße vom Edinburgh Castle zum Holyrood Palace als Grundlage für die Maßeinheit diente. Die Royal Mile besteht aus vier Abschnitten: Castlehill, Lawnmarket, High Street, Canongate. Um das Ganze mitzuverfolgen, am besten den Kartenausschnitt bei Google Maps aufrufen und es kann losgehen.

Edinburgh Castle

Fangen wir beim Castle an (Castle = Burg oder Schloss). Zunächst einige Außenansichten. Von links nach rechts: Blick von den Princess Street Gardens, Blick vom Hang, Eingangstor

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Nun sind wir in der Burg. Von links nach rechts: St Margaret’s Chapel (vom Anfang des 12. Jh und damit das älteste Gebäude in Edinburgh), West End Appartments (ehemalige Offiziersquariere), Blick aus einer Schießscharte Richtung New Town und Calton Hill

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Wie man ganz leicht das Uni-Mail-System verstopfen kann

Dass durch die zunehmende Kommunikation mit modernen Medien Stil, Rechtschreibung und Etikette etc. leiden, gab es zuletzt häufiger zu lesen. In den genannten Beiträgen (wer Zeit hat, bitte zuerst da lesen) wurden vor allem die jungen Leute mit dem Vorwurf belastet, dass sie jeden guten Ton vermissen lassen.

Doch es gibt auch umgekehrt Probleme. Wenn man nämlich Leute, die es eigentlich besser wissen müssten, unvorbereitet auf die “neuen” Medien (speziell E-Mail-Versand) losgelassen werden. Es ist eher die Regel als die Ausnahme, dass wirklich ärgerliche Dinge geschehen, die man ganz einfach hätte umgehen können. Beispiele gefällig?

  • E-Mails an Alle verschicken und im Anhang
    • ein Word-Dokument mit einem kleinen schwarzweißen Logo, das aber eigentlich ein auf 10% der ursprünglichen Größe geschrumpftes Farblogo war und somit eine Dateigröße von 5 MB verursachte,
    • ein Word-Dokument bestehend aus einer Liste, die man auch im Text der E-Mail hätte aufführen können,
    • ein Newsletter als gespeichertes HTML-Dokument (Die Webseite mit dem Newsletter wurde gespeichert und angehängt statt den Link zu verschicken),
  • E-Mails an Alle verschicken und jede E-Mail-Adresse einzeln aufführen statt Verteilerlisten zu verwenden,
  • E-Mails mit leerem Betreff (Abhilfe verschaffen Mail-Programme, die vor dem Abschicken noch mal warnen),
  • E-Mails mit falschem Pseudonym versenden (Wenn man von zu Hause verschickt, sollte man vor dem Absenden prüfen, dass nicht “vati” als Absender eingetragen ist).

Nachrichten, die Kopfschütteln verursachen

Aus Zeitknappheitsgründen nur zwei Empfehlungen für lesenswerte Artikel anderswo, die einerseits Kopfschütteln verursachen, andererseits aber zeigen, dass Einiges im Argen ist hierzulande.

Telepolis: Paranoia als erste Bürgerpflicht

Weil sie mit Mehl eine Markierung für eine Schnitzeljagd anbrachten, landeten zwei Deutsche im Gewahrsam. Die Kosten für den Großeinsatz der Polizei sollen ihnen in Rechnung gestellt werden. Nur ein Beispiel dafür, wie sich das Verhalten in der Gesellschaft ändern muss, will man nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Paranoia wird zur Bürgerpflicht.

Beim Lesen zucken öfter die Mundwinkel, doch es bleibt ein fahler Nachgeschmack.

Tagesschau: ‘Bundestrojaner’ per Mail vom Finanzamt?

Das Bundesinnenministerium will offenbar auch mit Hilfe gefälschter Behörden-E-Mails Späh-Software – so genannte Bundestrojaner – auf den Computern von Terror-Verdächtigen installieren. Das geht aus einem Vermerk des Ministeriums hervor. Darin heißt es: “Das Versenden von E-Mails unter dem Namen einer anderen Behörde” könne in begründeten Ausnahmefällen zum Einsatz kommen.

Szenario: “Oha, oha, ich habe eine E-Mail vom Finanzministerium bekommen, das ist doch bestimmt legitim, da kann ich ja guten Glaubens den komischen Anhang aufmachen!”

In dem Sinne, viel Spaß beim Lesen!

Blogscout.de wird geschlossen

Seit gestern sind keine Neuanmeldungen mehr möglich und bestehende Nutzer können sich nicht mehr einloggen und werden gebeten, den Counter-Code von ihren Seiten zu entfernen. Am 15. DezemberSeptember wird die Datenbank gelöscht und am 30. September werden dann auch die Server geschlossen. Gründe kann man im Blogscout-Blog nachlesen.

Man kann dem jetzt nachtrauern oder nicht, denn es gibt ja viele ähnliche Services. Obwohl ich die neuesten Beiträge per RSS nur ganz kurz abonniert hatte, da dort sehr viele unnütze Beiträge aufliefen. Mich haben vor allem die etwas anderen Statistiken interessiert, insbesondere die Top-Liste. Da war ich nämlich seit ungefähr einem Monat öfter mal in die Top 100 gewandert (die Platzierung schwankt stark von einem zum anderen Tag). Schafft man es in die Top 100 wird das auf dem Tellerrand angezeigt[1]. Wie genau die Punkte vergeben werden, habe ich nicht genau verstanden; das war wohl auch öfter Gegenstand von Diskussionen. Eine Frage, die ich nun nicht mehr beantwortet bekommen werde, ist ob ich es jemals in die Top 25 geschafft hätte. Und dabei war ich so nah dran am letzten Tag der Zählung:

Blogscout-Platz 29 am 26. August

  1. Wenn man bei Technorati registriert ist, hat man die Möglichkeit, eingehende Links im Tellerrand anzeigen zu lassen. Oder ist das grundsätzlich bei WordPress so? []

Localization von Themes und Plugins – Eine Einführung

Ärgern dich die (meist) englischen Bezeichnungen in deinem Theme oder bei einem Plugin? Möchtest du nicht alle Stellen per Hand suchen und übersetzen? Nur um dann bei einem Update alle Änderungen wieder zu verlieren? Die Lösung hierzu heißt Localization/Lokalisierung.

Dieser Beitrag richtet sich eher an WordPress-Nutzer, die sich praktisch noch gar nicht mit der Materie beschäftigt haben und wissen möchten, was es damit auf sich hat. Aber auch für Fortgeschrittene mag sich der eine oder andere Tipp hier verbergen. Das meiste stammt aus einem älteren Beitrag, der mir mittlerweile zu kompliziert erscheint und an dem ich mich deshalb noch einmal versuchen möchte.

Der Beitrag ist recht lang und deshalb in mehrere Abschnitte unterteilt. Wer sich schon auskennt, kann sich an der Zusammenfassung versuchen oder einzelne Abschnitte überspringen.

  1. Voraussetzungen
  2. Grundprinzip der Lokalisierung
  3. Besonderheit bei Plugins
  4. Einrichten von poEdit
  5. Erstellen/Bearbeiten einer Sprachdatei
  6. Bedienung von poEdit
  7. Zusammenfassung

Voraussetzungen

Folgende Voraussetzungen werden benötigt für die eigentliche Übersetzungsarbeit und das anschließende ungefährliche Testen. Wer live auf seinem Blog testen möchte, überspringt den ersten Punkt.

  1. ENTWEDER eine lokale Installation (Anleitung im Mediengestalter-Blog) ODER eine Testinstallation auf einem entfernten Server parallel zur bestehenden. Vorgehen für die zweite Variante:[1]
    • Kopie des WordPress-Ordners (z.B. wordpress-test) auf dem Server erstellen,
    • in wp-config die Zeile
      $table_prefix  = 'wp_';

      ändern zu

      $table_prefix  = 'wp_test_';
    • WordPress installieren,
    • Sichtbarkeit des Blogs deaktivieren (in Einstellungen » Privatshäre),
    • für beide Varianten gilt: URL anpassen (Anleitung bei frische-zitronen.de)

Ausgewogene Goldbären an der Ostsee

Gummibären an der Ostsee

Aus Statistikgründen und zur genaueren Untersuchung eines angeblichen Skandals wurde aufgerufen, die neuen Goldbären auf ihre Verteilung zu testen. Bisher wurden zwischen 128 und 136 Bären pro Tüte entdeckt. Donvanone hat als Erster berichtet von den neuen Bären, aber leider keine genauen Zahlen geliefert. Doch Sebbi (Bayern), Flocke (Berlin), flash (Sachsen-Anhalt) und natürlich Neri (Sachsen) lieferten Zahlen und es ergaben sich völlig unterschiedliche Verteilungen. Auch hier oben an der vorpommerschen Ostseeküste (am Bodden) ergeben sich völlig andere Zahlen, allerdings recht ausgewogen:

  1. 26x Erdbeere
  2. 23x Orange
  3. 23x Apfel
  4. 22x Zitrone
  5. 21x Ananas
  6. 17x Himbeere (erstaunlich – wird diese Geschmacksrichtung doch häufig als die beliebteste angegeben)
  7. Summe: 132

Mein Fazit: Gummibären mochte ich vorher nicht gerne und auch nach dem heutigen Genuss von ca einem Dutzend bin ich weiterhin davon überzeugt. Die sind einfach viel zu süß und wabbelig. Allerdings schmeckt mir die neue Sorte Apfel noch am Besten. Doch allen ist der unangenehme künstliche Geschmack gemeinsam und deshalb werde ich die restlichen unters Volk werfen.

Nachtrag ODER Stichwort Stichprobenumfang

Als diplomierte (Bio)Mathematikerin hätte ich es wissen müssen: ein Test reicht nicht aus. Aber dem Beheben dieses groben Fehlers liegt eher eine Gummibären-hungrige Leserin zugrunde, die angefragt hatte, ob ich die Reste an sie verschenken würde. Da ich jedoch obige Testmenge vorschnell gegen Othello-Kekse eingetauscht hatte, musste ich eine Tüte nachkaufen. Und das war gut so! Denn bei der zweiten Tüte ergab sich folgende völlig unterschiedliche Verteilung

  1. 28x Ananas

Was die Ampel alles weiß!

Ein Aufkleber mit Schreibmaschinenschrift fiel mir vorher an einer Verkehrsampel ins Auge. Darauf stand

KARPFEN DER ART XYRAUCHEN VERSUCHEN IHRE FEINDE DURCH AUGENROLLEN ZU VERTREIBEN!

Da hatte wohl jemand hier vorbeigeschaut und das zu Aufklebern verarbeitet. Ob es noch mehr davon an anderen Ampeln gibt, versuche ich in einer gezielten Studie herauszufinden. Man darf gespannt sein.

Der Zombie-Staubsauger

Die folgende Geschichte ist nicht ausgedacht, sondern tatsächlich so passiert. Die geschilderten Szenen spielten sich heute in einem angesehenen Greifswalder Haushalt ab. Die Hauptrolle spielt ein schon betagter, aber bisher sehr zuverlässiger (Marken-) Staubsauger. Gestern noch tat er vergnüglich seine Dienste.

Doch vorhin ließ er sich nicht wie gewohnt nach einem Druck auf den Einschaltknopf zu seiner vorgesehenen Tätigkeit überreden. Was tun? Mehrmaliges vehementes Drücken auf den Knopf brachte keinen Erfolg. Schütteln, Kuscheln, Drehen, böse Angucken, gut Zureden, etc. brachten keine Veränderung der Situation.

Da mittlerweile das Essen fertig war, rückte dieses seltsame Problem erstmal in den Hintergrund, auf dass sich das gute Stück bald wieder berappelt. Das Essen mundete sehr gut (Reis mit Curry) und der Guckkasten zeigte eine sehr(!) interessante Dokumentation.

Plötzlich wurde die Stille von einem kreischenden Geräusch zerrissen. Die Waschmaschine!?! Immerhin war gerade der Schleudergang im Gange und machte ziemlichen Lärm. Aber nein, so laut würde sich dieses Haushaltsgerät nicht bemerkbar machen. ES WAR DER WIEDERAUFERSTANDENE STAUBSAUGER! Ging einfach von selber los!

Nach dem ersten Schock hat dieses Verhalten langanhaltende Lachsalven ausgelöst und auch jetzt noch verzieht sich mein Mund zu einem kleinen Schmunzeln. Unglaublich!

Habt Ihr sowas schon mal erlebt?

Videos einbetten ging schon mal einfacher

Scheint ja jetzt die Runde zu machen, das legale Einbetten von Musikvideos. Tipp von den (Blog)Junkies.

Mein Problem mit der Geschichte: wenn man zu musicbox.de surft, landet man erstmal auf der Klingelton-Seite. Übersieht man das gewohnheitsblind bei dem ganzen Bling-Bling und schaltet auch brav sein JavaScript ein (mehrfach) und den Pop-Up-Blocker aus, damit man endlich das Video sehen kann. Doch dann wird man gebeten, einen Klingelton zu kaufen. Also ganze Geschichte von vorne (positiv: A-Z-Liste der Künstler). Nur um dann gesagt zu bekommen

The video you are trying to watch is currently unavailable.

Und das taucht bei jedem, wirklich JEDEM VIDEO auf! Frust macht sich breit. Idee: probieren wir mal den IE aus. Nachdem man sich wieder mühsam durchgeklickt und auf das Pop-Up gewartet hat (denn die URL einfach kopieren geht natürlich nicht), erscheint endlich das gewünschte Video und wird tatsächlich abgespielt. Ohne Aufforderung, alle nacheinander, alphabetisch sortiert.

Meine Meinung: legal ist gut, aber so kompliziert muss das doch wirklich nicht sein! Weiterer Nachteil: nur Künstler von SonyBMG und die Soundqualität ist unterdurchschnittlich.

Da ich aber doch Videos zeigen möchte, hier zwei Empfehlungen:

* Sandi Thom – I wish I Was A Punk Rocker
* Bruce Springsteen – Tougher Than The Rest

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Now playing:
Sandi Thom – I Wish I Was A Punk Rocker (With Flowers In My Hair)
Bruce Springsteen – Tougher Than The Rest
via FoxyTunes