Archiv für den Monat: Januar 2007

Heute wäre ich gern in Schottland

Burns Supper mit Haggis, Kartoffeln, SteckrübenAm 25. Januar wird nämlich die Burns’ Night gefeiert. Robert Burns wurde an diesem Tag geboren (1759) und da er als der Nationaldichter von Schottland gilt, ist dieser Tag praktisch so etwas wie ein Nationalfeiertag. Tradionell gibt es das Burns Supper mit Haggis, Steckrüben und Kartoffeln. Wie man ein solches Mahl organisiert, findet man bei Rampant Scotland. Dort gibt es auch das Gedicht Adress to a Haggis von Robert Burns, das vorgetragen werden sollte.

(Bildquelle: Pixelio)

Ich habe diese Tradition vor vier Jahren zum ersten Mal miterlebt, als ich mein Auslandsjahr an der Heriot-Watt University in Edinburgh verbracht habe. Ein paar Studenten haben sich zusammengetan und wir haben zusammen dieses leckere Gericht zubereitet. Und wir haben noch die typischen baked beans hinzugefügt. Im darauffolgenden Jahr habe ich Silvester in Edinburgh verbracht und mir von da einen tiefgefrorenen Haggis mitgebracht, den ich dann einigen Freunden pünktlich zur Burns-Nacht präsentiert habe. Allerdings habe ich keine Steckrüben gefunden (und mit Schwarzwurzeln ersetzt) und auch die baked beans waren eine unüberwindbare Hürde. Ab dem Jahr danach habe ich zwar noch halbherzig in Metzgereien nach Haggis gesucht, aber natürlich völlig erfolglos und somit diese Tradition einschlafen lassen. Schade eigentlich, aber was will man machen? Die meisten Deutschen verzerren beim Erwähnen von Haggis sofort das Gesicht. Dabei schmeckt das so gut! Mich sticht grad der Hafer (übrigens wichtige Zutat beim Haggis) und deshalb werde ich mal das Gedicht in seiner ganzen Pracht hier “vortragen” (mit Übersetzung ins heutige Englisch [Update: Link angepasst]):

Zeitlogik a la Tatort

Tatort 651 - Grab der Familie KuschmannNachdem der gestrige Tag recht frustierend verlief, wollte ich mir vollends die Kante geben und habe mir nochmal den Tatort Die Blume des Bösen angesehen, über den mich schon beim ersten Mal sehr aufgeregt habe. Und sind mir ein Dutzend weitere Ungereimtheiten aufgefallen. Einige davon sind nachzulesen bei Stralau. Allerdings muss ich einen Kritikpunkt bzgl. des Endes zurücknehmen, worauf Björn mich hingewiesen hat.

Über Kleinigkeiten will ich mich gar nicht aufregen, hier möchte ich nur speziell auf die verzerrte Zeitlogik eingehen. Der Grabstein der Tochter von Herrn Kuschmann (dem Täter) wirft drei Ungereimtheiten auf. Auf dem Grab steht

Stefanie Kuschmann
Geb. 13. November 1980
Gest. 15. Juni 1996

Ballauf hatte die Tochter damals erschossen und deswegen das ganze Katz- und Mausspiel vom Vater. Beim Sterbedatum liegt das Probelm.:

  • Ballauf sagt gegen Ende “morgen ist der 10. Todestag”. Das würde heißen, es ist Juni. Offensichtlich ist es aber Winter, es liegt Schnee und in einigen Szenen schneit es. Da fällt mir die erste Zeile eines Songs ein: “Sometimes the snow comes down in June”. Aber das ist hier wohl nicht gemeint.
  • Das Alter der Tochter wird mit 16 angegeben. Das wäre sie aber erst fünf Monate später gewesen.
  • Diese Daten lassen sich mit Ballaufs Lebenslauf nicht in Einklang bringen (dazu unten später mehr).

Die ersten zwei Kritikpunkte könnte man leicht lösen, indem man den Todestag einfach um sechs Monate nach hinten schiebt. Das ist einfach zu lösen. Kann ja auch sein, dass es der urprüngliche Plan so vorsah.

Hallo an WordPress: Beitragskategorien != Blogrollkategorien

FRUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUST!!!

Das muss ich jetzt mal loswerden. Gestern (bzw heute gegen Mitternacht) kam WordPress 2.1 raus. So viel besser, so viel einfacher, so viel einfach alles. HA! Erst sollen gar nicht alle Plugins funktionieren (naja für mich irrelevant, aber trotzdem) aber ansonsten soll es gaaaaanz einfach gehen.

Also ich frisch ans Werk und brav die Instruktionen ausgeführt und auch Backup gemacht. Und dann wieder brav alle deaktivierten Plugins aktiviert. Es ging soweit ganz gut bis ich zur Auflistung meiner Blogroll-Kategorien komme:

WordPress database error: [Unknown column 'link_count' in 'where clause']
SELECT * FROM wp_categories WHERE cat_ID > 0 AND link_count > 0 ORDER BY cat_name ASC

Begeisterung pur. Irgendwas stimmt also nicht mit der Zuordnung der Links meiner Blogroll zu Kategorien (Tabelle wp_link2cat). Das gleiche Bild im Admin-Bereich. Aber beheben kann ich das auch nicht! Beim Verfassen dieses Beitrags lacht mich die gleiche Fehlermeldung an, da wo es um die Zuordnung des Beitrags zu einer Kategorie geht.

Und hier liegt auch der Grund: ab Version 2.1 sollen Beitrags- und Blogroll-Kategorien ein- und dasselbe sein. Pech nur, dass ich das ganz anders organsiert habe. Man sollte erwarten, dass dies beim Upgrade beachtet wird, aber Pustekuchen. GRUML. In der Admin-Übersicht meiner Beiträge werden die Kategorien schön ordentlich aufgeführt. Und bei meinen Links gibt es auch eine Zuordnung, die allerdings etwas gewöhnungsbedürftig ist. Ich nehme an, es liegt daran, dass die Kategorien per ID angesprochen werden und deshalb etwas seltsam anmuten.

Playlist Bands A bis Z

Zur Fütterung meines iRiver T30 habe ich eine spezielle Lieblingssong-Playliste erstellt. Ich habe von A bis Z je zwei (oder vier) Bands pro Buchstabe ausgewählt. Dabei bin ich allerdings mehr nach Song als nach Band vorgegangen. Und warum nur Bands und keine Solokünstler? Nun, das hat den praktischen Hintergrund, dass in meiner Sammlung nach Vorname Nachname und nicht nach Nachname, Vorname sortiert ist und es entsprechend mehr Aufwand bedeuten würde, auch die Solokünstler von A bis Z aufzulisten. Ich habe das aber für die Zukunft geplant. Zum Glück kann MediaMonkey den Artikel “The” ignorieren und es gab da wenigstens keine Sortier- und Auswahlprobleme.

So, nun aber zur Liste selber. So ganz sicher bin ich mir bei manchen Buchstaben noch nicht. Manchmal musste ich schweren Herzens den einen oder anderen Kandidaten weglassen, während ich an anderen Stellen einen Füller drin habe. Wenn es denn Überhand nahm mit den Kandidaten bin ich bei manchen Buchstaben von meinen ursprünglichen Plan, nur zwei pro Buchstabe zu nehmen abgerückt und habe dann vier genommen, weil die Auswahl sonst ungerecht wäre. Buchstabe Q ist ein Sonderfall, da habe ich nur zwei verschiedene Interpreten. Neben Queen gibt es da nur einen Compilation-Vertreter, den ich dann weggelassen habe und statt dessen die Majestät zweimal zum Zuge habe kommen lassen (und das war auch schon schwer genug).

Streng genommen ist dies eine 0-9-A-W-Liste, wie man erkennen kann:

  • 3 Doors Down – Here Without You
  • 4 Non Blondes – What’s Up
  • Aerosmith – Hole In My Soul

Bayern == Deutschland ?

Karte der Bundesrepublik Deutschland mit eingezeichneten Grenzen. Der Freistaat Bayern ist farblich hervorgehoben.In den letzten Tagen ist mir aufgefallen, dass in jeder Tagesschau (um 20 Uhr) der erste Beitrag von der CSU und speziell dem guten Herrn Stoiber handelte. Interessieren sich alle 82 Millionen Einwohner Deutschlands für den Bayern-Ede? Ok, Bayern “ist das flächengrößte deutsche Bundesland, nach Einwohnerzahl steht es hinter Nordrhein-Westfalen an zweiter Stelle” (Quelle: Wikipedia-Artikel über Bayern), aber das finde ich wirklich ein wenig übertrieben.

Ich habe mal ins Archiv der Tagesschau geguckt. Dazu möchte ich noch kurz erwähnen, dass ich die Seite der Tagesschau und speziell das Archiv sehr vorbildlich finde. Man kann nach Datum und Uhrzeit auswählen und sogar einzelne Beiträge anwählen. So wurde es mir auch leicht gemacht, die relevanten Beiträge zu finden und zu analysieren.

(Bildquelle: Wikimedia Commons, Autor: David Luzzio, Lizenz: Creative-Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland)

Es fing unauffällig an mit der Gesundheitsreform, die ja bekanntlich von den südlichen Bundesländern (Hessen, Baden-Württemberg, Bayern) nicht so einfach hingenommen wird. Die Beiträge vom 2. – 6. Januar handelten in steigendem Maße von der CSU, was am 6. mit einem Bild von Stoiber zur Überschrift “Diskussion über Gesundheitsreform” (Archivtitel: “CSU bemüht um Schadensbegrenzung”) gipfelte.

Die folgenden Tage wurde in einem mittleren Beitrag von der Klausurtagung der CSU in Wildbad Kreuth berichtet, jeweils eingeläutet mit der Personaldiskussion. Und vom 13. bis zum (vorerst?) 17. Januar wurden die Formulierungen dramatischer und kamen im jeweils ersten Beitrag.

Abschließend eine Auflistung der Beiträge, die neuesten zuerst: (Datum [optional: wievielter Beitrag, wenn nicht erster] Titel des Tagesschaubeitrags (Archivtitel – ist aussagekräftiger) Länge)

Fünf Monate Bauzeit für drei Tage Einsatz

Ein weiterer Aufreger aus der Region: In Heiligendamm begannen gestern (am letzten Mittwoch?) die Bauarbeiten zum Sicherheitszaun, der etwa eine Million Euro pro Kilometer kostet (12,5 Mio für 12 km). Beschützen soll er die Regierungschefs, die sich im Juni zum G8-Gipfel treffen. Dann wird ein großes Gebiet abgesperrt sein und man kommt nur noch mit Genehmigung rein.

Für die Region soll sich das aber dennoch lohnen, weil es wohl viele Tagesausflügler zum Zaun ziehen wird. Und da McPom hauptsächlich vom Tourismus lebt, ist das nur positiv zu beurteilen. Andere sehen das anders und es gab schon zahlreiche Proteste und es soll noch weitere geben. Vor allem geht es um die Kosten und die EinschränkungVerhinderung der Möglichkeit zum Demonstrieren.

Ich bin mir noch nicht ganz so sicher, wie ich das beurteilen soll, tendiere zur Zeit aber zu fassungslosem Kopfschütteln. Das ist ja noch um einige Größenordnungen unglaublicher als der Bush-Besuch im Juli letzten Jahres in Stralsund. Damals regte man sich über eine Freiheitsstatue mit Stinkefinger auf, die in Greifswald im Rahmen eines Theaterstücks aufgestellt war.

Weitere Informationen zum Zaunbau findet man bei NDR (G8-Gipfel: Aufbau des Sicherheitszauns beginnt), im MV-Blog (“Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.”), in der Ostseezeitung (Baubeginn für Sicherheitszaun in Heiligendamm) und bei Thomas Trüten (Umzäunte Demokratie).

Ungefährer Verlauf des Sicherheitszauns um Heiligendamm zur G8 2007Foto: IndyMedia

Kein www mehr!

Auf der Suche nach ein bisschen PHP-Code bin ich auf die Seite Telcontar.net gestoßen und da ist mir ein kleines Icon aufgefallen: no-www-icon, das mich zu no-www führte.

Die Seite hat sich zum Ziel gesetzt, das www abzuschaffen (wie der Name schon sagt), d.h. jetzt aber nicht das Internet soll abgeschafft werden (obwohl das ja von hippen Zeitgenossen öfter mal synonym gebraucht wird), sondern das www in der Domain. Die Vorteile und Gründe (Why is www deprecated?) für diese Forderung werden auf der Seite dargelegt. In den FAQs gibt es u.a. Erklärungen zu den drei Klassen (A, B und C) und es gibt ein Validated Roster, wo kürzlich validierte Domains nach Klassen aufgeführt wird. Falls das Lesen dieses Beitrags noch recht zeitnah zum Verfassungsdatum von ebendiesen liegt, kann man meine Domain wahrscheinlich auch noch im Kasten der Klasse B entdecken.

2006 musikalisch

Nachdem ich nun schon in mehreren Weblogs diese Jahrescharts gesehen habe, werde ich das nun auch machen. Wie? Ganz einfach in meinem Last.fm-Profil die fortlaufenden Jahrescharts auswählen. D.h. im Januar kann ich mir angucken, was ich im letzten Jahr am liebsten gehört habe (das ist mit “fortlaufend” gemeint). Also werfen wir einen kurzen Blick auf die verschiedenen Listen bzw. die ersten 20 Einträge (Anzahl der Scrobbels in Klammern):

Künstler

  1. Bon Jovi (479)
  2. Bruce Springsteen (327)
  3. Fleetwood Mac (305)
  4. The Beatles (291)
  5. Johnny Cash (260)
  6. The Who (255)
  7. The Clash (254)
  8. Bob Dylan (174)
  9. Elvis Presley (173)
  10. NDR 2 – Münte (163)
  11. The Replacements (140)
  12. Pink (137)
  13. Bryan Adams (136)
  14. Mando Diao (131)
  15. Democracy Now! (125)
  16. Jimmy Eat World(113)
  17. Dashboard Confessional (105)
  18. Simon & Garfunkel (102)
  19. Reamonn (100)
  20. Chris Isaak (98)
    Melissa Etheridge(98)

Interessanterweise auch zwei Nicht-Musik-Teilnehmer: NDR 2 – Münte (Platz 10) und Democracy Now! (Platz 15). Die Liste wird vielleicht etwas verzerrt durch die Tatsache, dass manche Künstler einfach einen wahnsinnig großen Output haben und ich allein deswegen schon mehr davon höre. Aber andererseits habe ich mir das ganze Material ja auch zugelegt und von daher stimmt es dann wieder in etwa.

Alben

  1. Bruce SpringsteenThe River (74)
  2. Fleetwood MacFleetwood Mac (68)
  3. PinkI’m Not Dead (66)
  4. JetGet Born (55)
  5. Bon Jovi100,000,000 Bon Jovi Fans Can’t Be Wrong (53)

Synchronisation ist nicht gleich Synchronisation

Nachdem ich zu Weihnachten mit dem Palm Tungsten E2 beglückt wurde, habe ich mich daran gemacht, diesen nicht nur mit Windows sondern auch mit Linux zu synchronisieren.

Für Windows (und auch für Mac) wird die entsprechende Software gleich mitgeliefert. Damit kann man Kalenderdaten, Kontakte, Aufgaben, Software, Einstellungen und was nicht alles synchronisieren. Das funktioniert sogar wunderbar mit Bluetooth. Dass man jedesmal den Com-Port neu einstellen muss, damit kann ich ja noch leben.

Nun aber zu Linux. Dort gibt es (für KDE) Kontact und Kpilot. Dazu heißt auf der Homepage

KPilot is a replacement for the Palm Desktop software from PalmSource Inc., which makes your PalmOS powered handheld (e.g., a Palm Zire 31) capable of exchanging information with your KDE powered computer.

Und Kontact hat eine Sync-Komponente, zu der es heißt

KitchenSync, KDE’s universal syncing application provides a framework for syncing with all kinds of devices. On one side it will have a plugin based interface with your mobile devices, like: PDA’s and smart phones. On the other side it has conduits for connecting with other KDE Kontact components and external applications. The Sync component, provided by KitchenSync, is currently being implemented, therefore KitchenSync is not yet considered to be stable. Till the day that KitchenSync takes over we have two very nice applications that seamlessly integrate with KDE Kontact: KPilot for syncing with Palm compatible devices and Kandy for syncing with several mobile phone types. Eventually, KitchenSync will become a universal syncing framework.