Am 25. Januar wird nämlich die Burns’ Night gefeiert. Robert Burns wurde an diesem Tag geboren (1759) und da er als der Nationaldichter von Schottland gilt, ist dieser Tag praktisch so etwas wie ein Nationalfeiertag. Tradionell gibt es das Burns Supper mit Haggis, Steckrüben und Kartoffeln. Wie man ein solches Mahl organisiert, findet man bei Rampant Scotland. Dort gibt es auch das Gedicht Adress to a Haggis von Robert Burns, das vorgetragen werden sollte.
(Bildquelle: Pixelio)
Ich habe diese Tradition vor vier Jahren zum ersten Mal miterlebt, als ich mein Auslandsjahr an der Heriot-Watt University in Edinburgh verbracht habe. Ein paar Studenten haben sich zusammengetan und wir haben zusammen dieses leckere Gericht zubereitet. Und wir haben noch die typischen baked beans hinzugefügt. Im darauffolgenden Jahr habe ich Silvester in Edinburgh verbracht und mir von da einen tiefgefrorenen Haggis mitgebracht, den ich dann einigen Freunden pünktlich zur Burns-Nacht präsentiert habe. Allerdings habe ich keine Steckrüben gefunden (und mit Schwarzwurzeln ersetzt) und auch die baked beans waren eine unüberwindbare Hürde. Ab dem Jahr danach habe ich zwar noch halbherzig in Metzgereien nach Haggis gesucht, aber natürlich völlig erfolglos und somit diese Tradition einschlafen lassen. Schade eigentlich, aber was will man machen? Die meisten Deutschen verzerren beim Erwähnen von Haggis sofort das Gesicht. Dabei schmeckt das so gut! Mich sticht grad der Hafer (übrigens wichtige Zutat beim Haggis) und deshalb werde ich mal das Gedicht in seiner ganzen Pracht hier “vortragen” (mit Übersetzung ins heutige Englisch [Update: Link angepasst]):

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