Sampler Love Music Hate Racism: So kommt man an die einzelnen Songs

Die britische Aktion Love Music and Hate Racism kämpft, wie der Name schon sagt, gegen Rassismus und dafür wird Musik eingesetzt. Die Musikzeitschrift NME bietet nun einen Sampler mit 2 CDs kostenlos zum Download, für den viele namhafte Künstler einen Song beigesteuert haben.

Diese Nachricht ist nicht neu (siehe Herm’s Farm, Nerccore, Nicorola, Nicorola 2, Alternative Music Blog), aber da die beiden CDs als eine einzige Datei zu haben sind (aus lizenzrechtlichen Gründen), ist der Genuss geschmälert.

Auf der Download-Seite heißt es zwar, dass man das in iTunes die Track Marks verwenden kann, um die einzelnen Tracks zu markieren. Diese Option habe ich aber in meiner (aktuellen) iTunes-Version nicht gefunden.

Selbst wenn diese Funktion möglich wäre, hätte diese zusammenhängende Datei entscheidende Nachteile

  • einzelne Songs nur mit iTunes abspielbar (wie gesagt, selbst in iTunes funktioniert es bei mir nicht),
  • keine Informationen über Songtitel und Interpret,
  • immer alle Songs immer nur in der vorgegebenen Reihenfolge anhörbar (d.h. kein Überspringen von unbeliebten Songs).

Datei splitten in einzelne Songs

Es muss ja möglich sein, die einzelnen Songs aus der großen Datei zu bekommen. Dies geht mit dem kostenlosen Programm mp3DirectCut, das u.a. MP3-Dateien ohne Qualitätsverlust schneiden kann und Cuesheet-Unterstützung bietet.

Damit werden die Schnittmarken festgelegt und die einzelnen Abschnitte beschriftet. Anschließend können die einzelnen Abschnitte getrennt gespeichert werden. Dazu geht man wie folgt vor:

  1. Installation des Programms (duh!),
  2. Öffnen der MP3-Datei mit Datei -> Öffnen,
  3. jetzt entweder ein Cuesheet öffnen (ich hab da schon mal was vorbereitet – Interpret und Titel schon eingetragen) mit Spezial -> Cue sheet über aktuelle Audiodatei laden… ODER
  4. eine automatische Erkennung der Pausen durchführen mit Spezial -> Pausen suchen… (die voreingestellten Werte sind ok, nur die Lautstärke sollte man etwas reduzieren),
  5. [entscheidet man sich für die automatische Erkennung] die einzelnen Abschnitte mit Interpret und Titel versehen (Informationen gibt es auf der NME-Download-Seite) mit Bearbeiten -> Namen- und Abschnitt-Eigenschaften…,
  6. die einzelnen Dateien erzeugen mit Datei -> Geteilt speichern… (es gibt Platzhalter für die Namen wie z.B. %A für Künstler),
  7. Import/Aufruf der einzelnen MP3-Dateien in den/mit dem Lieblingsmusikplayer.

Nach dem Import des Cuesheets sollte man dann etwa so ein Bild haben:

Screenshot von mp3DirectCut

Und nun viel Spaß mit dem Sampler! Sind alle Markierungen richtig gesetzt und alle Titel und Interpreten richtig geschrieben? Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

3 Gedanken zu „Sampler Love Music Hate Racism: So kommt man an die einzelnen Songs“

  1. Vielen Dank für den Tipp und die Anleitung. Die Sache ist ja wieder ein Paradebeispiel für absolut sinnlose Beschränkungen, die im Endeffekt nichts bringen, ausser kreative Problemlösungen zu finden, oder – wie in meinem Fall – vom Download abzuhalten…

  2. Also liebe Julia, vielen Dank erst mal für den Musiktipp und die darauffolgende Cuttertechnik. Ich kann es nämlich leiden wie Dreck, wenn man nur eine Datei hat, aber x-Lieder darin enthalten sind. Da kann man gar nicht frei wählen, welchen man hören will oder umständlich dorthin scrollen. Nee, das ist Kacke. Deinen Tipp werde ich somit anwenden und mich freuen. 🙂

  3. Guter Tipp, danke. Irgendwie schade finde ich aber, dass ausgerechnet dieser Sampler umsonst herunter geladen wird. Irgendwie würde es viel mehr SInn machen, dafür zu zahlen und das Geld in ein sinnvolles Anti-Rassismus Projekt zu stecken.

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