MediaMonkey vs iTunes (Zusammenfassung)

Nach Beendigung meiner vierteiligen Serie über die zwei Musikverwaltungsprogramme MediaMonkey (Version 3 Beta 3) und iTunes (Version 7.4.3) ist ein Überblicksbeitrag angebracht. Hier gibt es Informationen, welche Features in welcher Folge getestet wurden und welche Vor- und Nachteile die beiden Programme haben. Außerdem bietet sich die Gelegenheit, auf das In Series-Plugin hinzuweisen[1].
Für mich persönlich hat der Test das Ergebnis gebracht, dass ich auf jeden Fall bei MediaMonkey (MM) bleiben werde, weil ich da viel mehr Kontrolle und Möglichkeiten habe und iTunes (iT) sehr oft bevormundend ist und viel unnötigen Ballast mitbringt. Natürlich kommt es bei einem Musikverwaltungsprogramm hauptsächlich auf die persönlichen Ansprüche und Bedürfnisse an, welches am Besten geeignet ist. Ich wage aber zu behaupten, dass MM für die Meisten die bessere Wahl ist.

Die folgenden Vor- und Nachteile sind hoffentlich neutral, aber ein paar persönliche Wertungen sind dabei. Wenn ein Begriff nicht klar ist, hilft der entsprechende Beitrag der Serie.

Vor- und Nachteile von MediaMonkey

  • Aussehen der Oberfläche individuell anpassbar
  • Dateiverwaltung automatisch und frei konfigurierbar
  • Unterstützung vieler Formate (z.B. MP3, OGG, WMA, FLAC, MPC, WAV, AAC, M3U, PLS)
  • Metainformationen wie Bewertungen von anderen Programmen importierbar (auch von früheren MM-Versionen)
  • Synchronisation mit allen gängigen externen mp3-Playern (inkl. iPods)
  • erweiterte Funktionen durch Skripte (praktisch unbegrenzte Möglichkeiten)
  • aktuelle Wiedergabeliste mit vielen Funktionen (z.B. Rückgängig und Wiederholen von Aktionen)
  • Abonnieren von Podcasts mit individuellen Einstellen für jeden Podcast
  • Brennen von CDs und DVDs (Audio- und mp3-CDs)
  • einige Features nur in der bezahlten Version verfügbar (z.B. Dateiüberwachung, Autoplaylisten, erweiterte Suchfunktionen, Brennen mit Höchstgeschwindigkeit)
  • nur für Windows verfügbar, nicht für Mac (unter Linux mit Wine)

Vor- und Nachteile von iTunes

  • automatische Dateiverwaltung (Umbenennen und Verschieben der Dateien)
  • einfache Navigation und schicke Cover Flow-Übersicht
  • Online-Musikdienst (iT Store)
  • Videofunktion (Fernsehsendungen können gekauft werden mit einem US-Store-Account)
  • Abrufen von fehlenden Albumcovern (Speicherung nicht in der Songdatei, sondern im Musikordner)
  • extra Tags für die Sortierung von Alben und Interpreten
  • Abonnieren von Podcasts
  • Netzwerkfreigabe der Bibliothek (Andere können Musik hören, aber nicht kopieren)
  • Abspielen von kopiergeschützter Musik (aus dem Store und von Audible)
  • Brennen von CDs und DVDs (Audio- und mp3-CDs)
  • Drucken von CD-Covern (rudimentär)
  • erweiterte Funktionen durch Skripte (z.B. zum Abspielen von OGG-Dateien; für Windows und Mac) [Tipp von Dee]
  • automatische Dateiverwaltung (Umbenennen und Verschieben der Dateien)
  • unnötige Funktionen wie Store und Video (für ein Musikverwaltungsprogramm) Funktionen wie Store und Video sind standardmäßig an und „nerven“ ein wenig (Abschaltung an mehreren Stellen, aber möglich)
  • Zwangsinstallation von QuickTime und anderen Programmen (z.B. iPod.exe, das nach Löschen beim nächsten Start automatisch reinstalliert wird)
  • unterstützt nur wenige Formate (MP3, AAC, WAV)
  • nur für Windows und Mac verfügbar (unter Linux mit Wine)
  • zum Abruf der Albumcover ist ein Store-Account erforderlich
  • Synchronisation nur mit iPods (andere externe mp3-Player möglich mit extra Programm, wenn es ein UMS-Gerät ist)
  • Podcast-Einstellungen gelten für alle Podcasts
  • Playlisten nur als Textdatei exportierbar (PLS oder M3U nicht möglich)

Welche Funktionen gehören noch in diese Liste? Gibt es Vor- oder Nachteile, die eher Nach- bzw. Vorteil sind? Welche iTunes-Eigenschaften gehen Euch auf den Keks? Welche genialen Features von MediaMonkey fehlen in dieser Liste?[2]

Serien-Navigation:<< MediaMonkey vs iTunes (Teil 4: Podcasts und bezahlte Musik)
MediaMonkey vs iTunes (Teil 5: CDs Brennen) >>

  1. Es erstellt für Beitragsserien automatisch ein Inhaltsverzeichnis am Anfang jedes Beitrags und am Ende einen Link zum nächsten und vorherigen Beitrag – siehe oben. Ist aber alles individuell anpassbar durch Template Tags. Außerdem ist das Plugin mit der aktuellen WP-Version (2.3) kompatibel. []
  2. Diese letzten beiden Fragen mögen voreingenommen klingen, aber meiner Meinung nach ist MM um Längen besser als iT. []
Dieser Beitrag ist Teil 5 von 7 der Beitragsserie MediaMonkey vs iTunes

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

12 Gedanken zu „MediaMonkey vs iTunes (Zusammenfassung)“

  1. Tolle, ausführliche Beitragsserie! *schulterklopf* 🙂

    MM werd ich sicher mal ausprobieren, wenn ich mir demnächst, spätestens bis Weihnachten einen gscheiten MP3-Player kaufe. (Auf iPod/iTunes hab ich ja eh keine so große Lust…)

  2. Ich will auch mal mitgaggern: 😉

    Bei MM schreibst du von erweiterten Funktionen durch Skripte. Ich weiß jetzt nicht genau, was für Funktionen du meinst, aber Skripte gibt es doch für iTunes auch.

    Der Nachteil mit den Covern ist nicht der, dass ich einen Account brauche, um sie zu importieren, sondern, dass dann immer noch nicht alle gefunden werden (trotz Ausfüllen der wichtigen Felder).

    Das war’s schon…

  3. Danke für den Tipp, Dee. Habs oben eingefügt. Das ist genau die gleiche Funktionalität wie bei MM. Ein paar Skripte habe ich vor einiger Zeit vorgestellt und einige tauchen ja auch in dieser Serie auf.

    Zu den Covern bei iTunes: versuch doch mal den Art Importer, der sucht bei Amazon. Das geht zwar immer nur für einen Song, aber wenn es nur wenige sind, die nicht gefunden werden, dann sollte das zu machen sein.

  4. Also Skripte gibt es für iTunes auf dem Mac auch on Masse. Dadurch kriegt man zb auch andere Audioformate zum laufen wie OGG etc.

    Ansonsten verstehe ich nicht, wieso der Store ein Minuspunkt ist. Es sollte eher ein Pluspunkt sein, denn es ist etwas extra. Wenn man es nicht mag, muss man es doch nicht nutzen. Im regulären Programm wirst du ja eigentlich nie damit konfrontiert.

  5. Sascha, die Skripte habe ich noch eingefügt. Das ist echt ein großes Plus für iTunes.
    Und den Store habe ich ja sowohl als Vor- als auch als Nachteil angegeben.
    Klar kann man den abschalten, aber alles ist per default aktiviert und das fand ich nervig. Aber du hast schon recht – ich werde den Punkt abändern 🙂

  6. Toller Test und sehr gut beschrieben. Das hilft dem User wirklich die beste Lösung zu finden. Ich werde auch bei MM bleiben, da es für mich einfach charmanter ist und mit sehr netten Features aufwarten kann.

  7. hi
    hm ich werd mir des proggi doch gleich mal anschaun!
    gibts bei MM die möglichkeit das alle „ankommenden/neuen“ musikdateien gleich in ein bestimmtes format (mp3) konvertiert werden? (da der ipod ja soweit ich weis nur ein paar formate unterstützt!)
    ich musste feststellen das lieder die ich schon lange hab (vor jahren gekauft und auf den pc gezogen nicht auf iT abgespielt werden können weil ihm die „orginaldateien“ fehlen! was machen da leute net so viel von ordnung halten ^^ (so wie ich) und die cd nimmer finden…?
    hat was mit den urheberrechten zu tun aber des find ich schon ein bisserl übertrieben (kann nicht wiedergegenben werden, kann nicht synchronisiert werden, kann gar nix auser platz wegnehmen)
    lg takeoo
    ps.: Toller Bericht

  8. Hallo,

    was jedenfalls noch fehlt, ist das auch MM Covers und Metainformationen von freeDB oder Amazon runterladen kann, ohne sich irgendwo anzumelden.

    MM und mp3tag zusammen sind für mich das ideale Gespann!

    Gruß

  9. Hallo, Blaaa. Fehlen im Sinne von „hier nicht erwähnt“? In obigem Beitrag nicht, aber im Teil Verwalten steht es drin. mp3tag braucht man gar nicht, da MM Tags ebenfalls mit IF-Anweisungen ändern kann und Cover nicht nur einzeln über Amazon, sondern z.B. mit dem Batch Art Finder hinzufügen kann.

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