Unbedingt ansehen: Hallam Foe – This Is My Story

Schon seit letzter Woche läuft der Film Hallam Foe – This Is My Story in den Kinos der Republik. Laut der offiziellen Seite erwartet den Zuschauer Folgendes:

Manche sehen die Welt mit anderen Augen. Andere sehen sie durch ein Fernglas…

Hallam Foe hat ein ungewöhnliches Hobby: Er schleicht sich in das Leben anderer, beobachtet ihren Alltag, sieht ihre kleinen Geheimnisse und großen Sehnsüchte – und kennt sie so oft besser als sie sich selbst. Dabei bleibt er stets passiver Zuschauer – das eigene Leben zieht regelrecht an ihm vorbei. Erst als er über den Dächern von Edinburgh die Liebe entdeckt, beginnt er das Leben mit anderen Augen zu betrachten – und lernt, auch sein eigenes in die Hand zu nehmen.

Hallam Foe – This Is My Story ist eine verträumt skurrile Liebesgeschichte über Seh(n)süchte für den Teenager in jedem von uns und eine großartige Liebeserklärung an die Stadt Edinburgh. Cool, hip, humorvoll und berührend mit einem chartverdächtigen Britpop-Soundtrack.

Die Hauptrolle spielt Jamie Bell, den man aus Billy Elliot kennen sollte (und aus dem Video zu Wake Me Up When September Ends von Green Day [Video]).

Das allein sollte einen Kinobesuch wert sein. Mich persönlich hat das „Liebeserklärung an die Stadt Edinburgh“ mein Interesse geweckt und als es dann noch Britpop-Soundtrack hieß, war meine Entscheidung schon getroffen. Diese Voraussetzungen ließen mich sogar meine Synchronisationsphobie überwinden und den Schritt in ein deutsches Kino wagen. Wer mal in den Soundtrack reinhören möchte, dem sei die offizielle Seite empfohlen. Neben Ausschnitten aus dem Soundtrack (u.a. Franz Ferdinand) gibt es auch einen Trailer und ein ausführliches Presseheft (32 Seiten, pdf).

Stimmt nachdenklich und froh

Nun also zur Kritik des Films. Um eins vorweg zu nehmen: Soundtrack, DVD und auch das Buch, auf dem der Film basiert, stehen schon auf meinem Wunschzettel! Die Geschichte ist ungewöhnlich, aber nie unglaubwürdig, die Rollen sind allesamt gut besetzt, der Soundtrack ist wirklich zum Abheben und als Schmankerl gibt es wunderschöne schottische Landschaft und typische Ansichten von Edinburgh.

Viel mehr kann ich den obigen Inhaltsangaben nicht hinzufügen, ohne zu viel zu verraten. Wer nur ansatzweise auf solche Filme steht (und auch wer nicht), der sollte den Weg ins Kino antreten! Wer dennoch vorher mehr erfahren möchte, dem sei die Filmkritik im Telegraph (englisch) empfohlen. Und wer viel Zeit mitbringt, der sollte sich mal auf dem (englischen) Produktionsblog getyourpeople.com umsehen, der im Februar 2006 begann. Dort gibt es viele, viele Fotos und Infos.

Stadtansichten

Bei den ersten Szenen in Edinburgh (Waverley Station, Princes Street Gardens, North Bridge) habe ich fast gar nicht auf die Handlung geachtet, weil ich herauszufinden versucht habe, wo wir denn gerade sind. Ich meinte die Victoria Street als Haupthandlungsort herausgefunden zu haben. Laut IMDb und den Location Shots in obigem Blog war es jedoch die Cockburn Street, die ein Stück weiter runter die Royal Mile ist. Auf der hatte ich ja zufällig letzte Woche eine virtuelle Tour veranstaltet. Deshalb hier ein kleiner Kartenausschnitt. Man sieht die High Street (Teil der Royal Mile) und die Cockburn Street, die von dort aus ziemlich steil bergab geht.


Größere Kartenansicht

Weiterhin auf der Karte erkennbar sind die Jackson’s Close, von der ich ja auch einige Fotos gemacht habe und die Fleshmarket Close, die es sogar bis zum Titel eines Ian Rankin-Romans geschafft hat (im Deutschen: So soll er sterben).

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

2 Gedanken zu „Unbedingt ansehen: Hallam Foe – This Is My Story“

  1. Danke für den Tip 🙂 Da werd ich mich dann mal drum bemühen, den Film auch zu shen. Klingt nämlich wirklich äußerst sehenswert !

  2. Ja und da es auch darum geht, sich über seinen Lebensweg klar zu werden, kann der vielleicht auch ein bisschen inspirierend für dich sein 🙂
    (Ich drück die ganze Zeit die Daumen!)

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