Was man bei einer Familenfeier an neuen Erkenntnissen sammeln kann

Gestern abend durfte ich bis spät in die Nacht an einer Feier zum runden Geburtstag teilnehmen. Es waren ein paar Jährchen mehr zu feiern, als Frau Paradise dies heute tut (an dieser Stelle ein Happy Birthday und Gute Besserung!). Aber das gute Essen und das Wiedersehen der erweiterten Verwandtschaft war nicht das einzig Positive dieser Feierlichkeiten. Folgende Dinge habe ich gelernt:

  • Auch 11-16-jährige sind gute Pokerspieler. Erstaunlich, dass so halbe und fast ganze Menschen schon die komplizierten Regeln beherrschen und die (meist) englischen Begriffe alle können. Beruhigend ist es jedoch allemal, wenn die durchschnittlich halb so alten Cousins mich gewinnen lassen.
  • Je dunkler das Gesöff, umso schlimmer der Kater am nächsten Morgen. Mein Studienobjekt Ramaz*tti bestätigte diesen schlauen Spruch auf sehr unangenehme Art.
  • Man kann seine Verwandtschaft (speziell die Eltern) sehr schockieren, wenn man mal den einen oder anderen Kräuterlikör zu viel trinkt. Wenn es erst mal so weit ist, dass die Flasche versteckt wird, während man mal kurz um die Ecke ist, sollte man sich Sorgen machen. Allerdings ist es fraglich, ob man das in dieser Situation dann noch kann.
  • Was man in diesem Zustand aber immer noch kann, ist einer Neuntklässlerin Karrieretipps geben. Dabei habe ich auch erfahren, dass es länderübergreifende Förderangebote (hier: RP und NRW) gibt, wo es Vorlesungen an den Universitäten für begabte Schüler der Mittel- und Oberstufe gibt[1].
  • Bluetooth ist eine wirklich feine Sache. Jetzt bin ich wieder auf dem neuesten Stand aller Kommunikationsdetails und auch ein schönes Video hat mir mein Bruder gebluetoothed.
  • Mein Blog sieht auch auf einem Pocket PC ganz ordentlich aus. Und ich behaupte jetzt mal, das gilt für alle PDAs.
  • Schnaken können ganz schlimme Panikattacken hervorrufen. Dachte bisher immer, dass diese Eigenschaft den Spinnen vorbehalten war.
  • Dachdeckerhammer gewinnt gegen Weihrauchfässchen (kleiner Insider, höhö)

Ach ja, die Flasche mit dem dunklen Saft habe ich doch noch wiederbekommen:

Julia trinkt die Ramaz*tti-Flasche leer

  1. Leider habe ich dazu online keine Informationen gefunden, sonst hätte ich mich damit gerne noch näher befasst. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

10 Gedanken zu „Was man bei einer Familenfeier an neuen Erkenntnissen sammeln kann“

  1. Zottl geht ja noch (auch wenn die Kopfschmerzen übel sind). Beim 30. meiner Schwester hat jemand ständig schwarzen Sambuca ausgeschenkt. Das war übel. Vor allem, weil er komplett Eltern und Schwiegereltern abgefüllt hat 😉

  2. Hopp, hopp, rin in’n Kopp! Ich hatte ja von gestern gar keinen Kater, ich mußtte nur die Partystimmung verkraften (erklär ich bei Gelegenheit).

    Vielen lieben Dank für die Glückwünsche und selber gute Besserung!

  3. @Luto
    Na, dann waren wenigstens alle weg vom Fenster und es wurde nicht nur ein Unglücklicher verspottet.

    @Phil
    Joa, so 1-2 mal im Jahr darf man sich schon die Kante geben, oder?

    @Julie
    Hast du mittlerweile schon, oder? (wenn ich den Beitrag von 4 heute morgen richtig interpretiere – klingt sehr unangenehm 🙂 )

  4. Naschy, ich habe das Glück, dass es nicht so ist 🙂 Es ist immer recht witzig und da die Familie so groß ist, ist es schön, alle mal wieder zu sehen.

  5. Aber Poker ist doch eigentlich von den Regeln her ein ganz einfaches Spiel, da kommt es doch nur aufs Pokerface an. Ein Punkt bei dem ich regelmäßig versage.

  6. Oja, Pokerface ist eine komplizierte Angelegenheit. Neulich, als ich ein super Blatt hatte (in einer „richtigen“ Pokerrunde) war ich total aufgeregt und hab nur gegrinst. Wenn die Anderen, nicht abgelenkt gewesen wären, hätte ich mich ziemlich zum Affen gemacht 🙂
    Aber die Regeln sind schon recht umfangreich (Texas Hold ‚Em). Was mich ja am meisten gewundert hat, war die „Professionalität“, wie da ein 12-jähriger erzählt, dass er ständig mit seinen Freunden spielt und dass die fast alle einen Koffer mit Chips haben.

  7. Spiel mal gegen eine 12-Jährige ambitionierte Tennisspielerin. Da hat man als volljähriger Amateur nicht den Hauch einer Chance.
    Und mein Pokerface ist ja so schlecht, dass ich nur gegen Taubstumme Blinde eine reale Chance habe.

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