Was man bei einer Feier so alles lernen kann

Gestern abend gab es was zu Feiern und es war sehr interessant und lehrreich. Jetzt weiß ich z.B. dass Pogen gar nicht so schlimm ist, denn

wenn sich die Gewalt so ausdrückt, dass alle ihren Spaß dabei haben und niemanden was getan wird

kann man das doch nur positiv sehen, oder? Außerdem habe ich von einer neuen Variante gehört, die sich King of the Hall nennt und über die sich im Internet nichts finden ließ, aber am ehesten mit der Wall of Death vergleichen lässt. Die Definition dafür lautet

Das Publikum bildet in der Mitte eine Gasse, die den Moshpit in zwei Hälften teilt. Dabei entsteht aus dem normalerweise runden Kreis des Moshpits ein künstliches Rechteck. Dieses bleibt nur kurzzeitig bestehen, bis sich die Wall of Death gebildet hat. Danach warten die tanzenden Massen auf ein bestimmtes Startsignal des Sängers oder der Band und laufen mit einer hohen Geschwindigkeit aufeinander zu.

Und der King of the Hall ist dann jemand, der sich traut in dem Rechteck auf die Massen zu warten. Also das wäre definitiv nichts für mich!

Dann habe ich noch gelernt, eine Bierflasche mit einem Feuerzeug zu öffnen. Da ich militante Nichtraucherin bin, hat sich bisher die Notwendigkeit dieser Fähigkeit nicht ergeben. Aber die Tischkante war zu rund und auch die Tischdecke machte ein Öffnen der Bierflasche auf diese Weise unmöglich. Bei der Einweisung wurde ich mit Püppi angeredet. Auch eine neue Erfahrung. Auf eine Wiederholung derselben lege ich allerdings keinen Wert!

Dann gab es noch ein witziges Partyspiel, das es wert ist hier Erwähnung zu finden: der Teebeutelweitwurf. Dabei stellt man sich seitlich an die Startlinie und nimmt das Pappschild des Teebeutels zwischen die Zähne. Dann nimmt man mit Kopf und Oberkörper Schwung und versucht den Teebeutel möglichst weit zu werfen. Um es noch interessanter zu machen, wird der eigene Schuh zur Markierung des geworfenen Teebeutels verwendet. Dann ist auch erkennbar, wer schon geworfen hat und wer sich noch zum Affen machen darf. Verrückte Verrenkungen garantiert!

Positiv zu vermelden sei noch, dass mein Zwiebelbrot gut angekommen ist. Aber auch die anderen Speisen waren ganz hervorragend und deswegen habe ich viel zu viel gegessen. Vor allem von dem Marzipankuchen habe ich so etwa sechs Stück gegessen. Der stand aber auch genau neben mir! Dadurch hielt sich aber glücklicherweise mein Bierkonsum in Grenzen und es geht mir verhältnismäßig gut heute morgen…

Ach ja, und das Mückenspray von Autan ist ein Lebensretter!

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

7 Gedanken zu „Was man bei einer Feier so alles lernen kann“

  1. Jau, Pogen ist einfach cool, eben, weil man sich nicht wehtut.
    Es sieht zwar schlimm aus, letztendlich ists aber alles ganz lieb.

  2. Das hat der fachkundige junge Mann uns auch zu erklären versucht. Die Mutter eines Punkrockbandmitglieds, die ein Konzert ihres Sohnes besucht hat, war aber doch sehr geschockt.

    PS: Du kletterst gerade steil nach oben in der Kommentarverfassertopliste 🙂

  3. Huch, du treibst mir die Schamesröte ins Gesicht 🙂 Vielen Danke für das Kompliment.

    Aber ich glaube, das liegt daran, dass ich mich nicht agressiv (genug) um Bekanntmachung bemühe.

    Dann werde ich mich mal bemühen, in deinen Schnitt zu kommen. Aber natürlich auf „legalem“ Wege…

  4. Konkurrenz für mich? Da is es aber schon doof, dass ich jetzt erstmal 4 Wochen nicht da bin…

    Pogo ist eine Erfahrung, die man einfach mal gemacht haben muss. Es sieht von außen wild und chaotisch aus, aber die meisten Leute in den Pits wollen nur ihren Spaß haben. Sobald jemand fällt, was überhaupt auch nur sehr selten passiert, sind mindestens drei helfende Hände in der Nähe, die demjenigen wieder hochziehen. Ich bin ja jetzt nicht der Massigste, aber ich hab immer viel Spaß im Pit. Wobei es Varianten gibt, bei denen ich lieber Abstand halte. Eine Wall of Death ist schon richtig heftig, da bleib ich lieber draußen. Auf gebrochene Rippen kann ich verzichten. Und auch ein Circlepit ist nicht immer angenehm, denn wenn man da einmal drinne ist, kommt man nicht mehr raus und muss sich zwangsweise mitdrehen. Mit erhöhtem Alkoholpegel ist das dann nicht mehr zu empfehlen. Erbrechungsgefahr 🙂
    Ein Punkkonzert ohne blaue Flecke hab ich bisher noch nicht erlebt, aber lustig wars immer.

  5. Das glaubst du! Ist oft so, dass man bei anderen Sachen liest/sieht, die man besser als die eigenen findet, oder? Ich finde deine Artikel auch sehr amüsant (naja, du hast den Schaden, wenn du dein Paket lange nicht bekommst….)

    Oder willst du mit aller Gewalt den armen caesar überholen?

    So, ich werd jetzt mal wieder bei dir gucken, ob es was zu kommentieren gibt 🙂

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