Traffic generieren (mit Statistiken garniert)

Ein Blog-Carneval zum Thema Effiziente Mittel, um Leser für den Blog zu gewinnen wird veranstaltet. Nachdem ich das nun schon an anderen Stellen gesehen habe, werde ich mich beteiligen. Ich wollte nämlich schon länger einen Statistik-Beitrag machen und da bietet sich ja sowas an, oder? Dann kann ich neben der geforderten Beantwortung von einigen Fragen auch meine Gedanken zu Besucherstatistiken einfließen lassen. Zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen!

Wie kommst du zu neuen Lesern?
Erst versuche ich es immer mit starker Konzentration und dann halte ich die Luft an und hoffe, dass dann eine Handvoll Leute vorbeikommen. Funktioniert aber nur selten. Ich habe gemerkt, dass das Kommentieren in anderen Blogs sehr viel ausmacht. Aber da bin ich erst drauf gekommen, als es langsam bei mir anfing und ich geguckt habe, wo denn die Kommentatoren herkommen. Außerdem erwies es sich als äußerst ergiebig, bei Wettbewerben mitzumachen (GSDS hat so einige neue Leser gebracht – hoffentlich bleiben auch einige…).

Was tust du, um Traffic zu generieren?
Voodoo kann ich nicht empfehlen. Meine Wohnung habe ich fast abgefackelt beim Versuch, eine spezielle Mischung aus allerlei Getrocknetem zu verbrennen. Aber es gibt natürlich noch andere Mittel. Bisher habe ich erst einmal unbewusst bewusst Beiträge verfasst, die mehr Traffic generiert haben. Komische Formulierung? Nun, ich habe einen Beitrag über ein paar Songs geschrieben, die bald veröffentlicht werden sollten. Dann habe ich gesehen, dass einige Suchanfragen nach der Übersetzung der Songtexte reinkamen und habe mir die Mühe gemacht, tatsächlich zwei davon zu übersetzen. War eigentlich mehr als Gag gedacht, doch mittlerweile sind das mit großem Abstand die zwei Beiträge mit dem meisten Traffic.

Ach und dann war da ja noch die Blogger gedopt-Aktion, zu der ich einen Button kreiert habe. Das war der Beitrag mit den meisten Trackbacks. Aber das war auch mehr oder weniger Zufall, weil das gut aufgenommen wurde.

Hast du einfach Glück gehabt oder einen Masterplan entwickelt?
Mit dem letzten Satz habe ich ja diese Antwort schon vorweg genommen. Ich habe keinen Masterplan entwickelt, weil mir Traffic auch nicht so wichtig ist. Mein Blog war auch Ewigkeiten praktisch unbesucht und läuft erst seit kurzem mit dreistelligen Besucherzahlen pro Tag, obwohl ich schon seit Ende 2005 dabei bin.

Oder hast du einen speziellen Trick herausgefunden, wie man seinen Bekanntheitsgrad steigern kann?
Jein, es gibt sicherlich Dinge, die man tun kann, doch das ist mir nicht so wichtig bzw. nicht meine oberste Priorität. Berühmte Blogger zu beleidigen, nur weil man auf Besucher hofft, ist doch nicht Sinn der Sache, oder? Ich sehe das Bloggen zwar auch als Möglichkeit meine Meinung kund zu tun, doch damit meine ich eher ein politisches Sprachrohr und keine Plattform zum Ablästern.

Besucherstatistiken

Nun zum zweiten Teil dieses Beitrags. Bisher habe ich mich bei sage und schreibe fünf Statistik-Diensten angemeldet und meine Besucher zählen lassen. Da dies aber völlig unnötig ist und außerdem die Ladezeit beeinträchtigt, habe ich beschlossen, mich zu verschlanken. Dazu habe ich verglichen, was die einzelnen Dienste so können und ob die denn in etwa die gleichen Erebnisse liefern. (Klicken für größere Version)

Besucherstatistiken

Wie man sieht, sieht man nicht viel. Bzw. bis auf einen Ausreißer sind sich alle zumindest im Trend einig und ungefähr bei der Anzahl der Besucher. Gezählt werden sollen nur eindeutige Besucher (unique visitors), aber wie gezählt wird, ist natürlich unterschiedlich. Ein Problem liegt sicherlich darin, dass mit JavaScript gezählt wird, welches viele Nutzer abgestellt haben. Ein Gedanke von mir war noch, dass durch verschiedene Zeitzonen die Tagesaufteilung anders ist. Aber das kann man überall einstellen, daran sollte es also nicht liegen.

Jedenfalls habe ich mich dafür entschieden, zwei der fünf Dienste zu “kündigen”. Warum nicht nur einen behalten? Nun, die drei verbliebenen haben jeweils Zusatzmöglichkeiten, die ich nicht missen möchte. Außerdem habe ich so immer noch die Möglichkeit besser zu vergleichen und Anomalien zu ignorieren.

Nachtrag: Das scheint ja in Mode zu sein, auch über Ergebnisse bzw. alle Teilnehmer zu berichten und das tue hiermit in Form dieses Nachtrags. Der Veranstalter Misanthrop präsentiert eine Zusammenfassung der Ergebnisse. Die einzelnen Beiträge:

Über juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

12 Gedanken zu „Traffic generieren (mit Statistiken garniert)

  1. Japp, Kommentieren in anderen Blogs bringt wirklich was. Man kann damit sogar in die Blogroll mancher Blogger kommen und somit die Topposition in einem Blog erreichen.

    Ne, Julia ;)

  2. Die Frage ist ja auch ob man überhaupt Leser will. Ich kenne schon einige die aufgehört haben, weil die Menge der Leser einen zu großen Druck bedeutet hatten.
    Bei mir war es so, dass mir die Besucherzahlen nicht mehr wirklich was bedeuteten, sobald sie 3-stellig wurden. Da sind die Leser nur eine abstrakte Masse. Dafür hab ich dank LayerAds und Adsense-Notifier immer die Einnahmen im Blick.
    Als Counterergänzung würde ich dir noch den ChCounter und/oder den pphLogger(Blogcounter basiert auf diesem Counter) empfehlen. Die sind Serverseitig aktiv und zählen wirklich alles. Von den anderen hätte ich nur Google und Blogscout behalten.

  3. @phil
    Ist das Kommentieren und Kommunizieren bei/mit anderen Bloggern nicht ein Ziel des Bloggens?!? Und Blogrolls….

    @flash
    Mir geht es ähnlich mit den “gesichtslosen” Besuchern. Den chCounter habe ich mir schon öfter angesehen und überlegt. Bisher hielt mich zurück, nicht noch einen Counter zu haben… Aber da ich ja jetzt “aufgeräumt” habe gucke ich mir den nochmal an :-)

  4. zum Glück geht es nicht jedem einfach nur darum Traffic zu erzeugen. Gerade die, die etwas nur aus Spass ins Netz stellen haben dann auch erfolg. Erzwungener Traffic ist eh nur “leerer” Traffic. Man schaut sich die Seite kurz an und geht dann zur Nächsten über.
    Gut, klar, man kann sich dann an den Hits oder Visits erfreuen, aber kommen die User dann auch wieder oder kommentieren auch?
    Irgendwann wird es dann doch unpersönlich.

    Ach ja, ich brauche Traffic ;)

  5. Naja… Wenn man einfach nur so bloggt, um des Bloggens willen, sind einem die Besucher egal. Die kommen mit der Zeit, wenn sie einen sympathisch finden und gehen, wenn es sie nicht mehr interessiert. Wie bitte entsteht da Druck?

  6. @Greg
    Ich glaube mit deiner Seite kriegst du viel Traffic, oder? Macht ganz schön was her.

    @Stargazer
    Den Druck macht man sich wohl hauptsächlich selber, dass man immer wieder gute Beiträge liefern will und nur noch darüber nachdenkt.

    Aber wenn man ganz entspannt rangeht, kann einem das natürlich nicht passieren. Man sollte immer die Perspektive wahren: “Was würde denn schon groß passieren, wenn ich jetzt aufhöre zu bloggen?!?”

  7. Genau das will ich damit sagen. Der Druck ist dann das, woran das Blog zugrunde geht. Und wenn ich dann halt mal nicht blogge, geht die Welt auch nicht unter.

    Weil im Grunde genommen bloggen wir doch alle nur, um uns mitzuteilen, oder?

  8. Um einen qualitiativ hochwertigen Traffic zu erzeugen, gibt es unser Widget AutoRoll. Es zeigt Links zu Blogs an, die im Interessenbereich Ihrere Leser liegen. Unserer patentierten Empfehlungsalgorithmen sorgen für eine thematische Auswahl der Links, basierend auf dem Klick- und Surfverhalten von Lesern und Bloggern. Es ist übrigens einfach zu installieren und kostenlos. Eine Statistik bekommen Sie obendrein. Testen Sie die automatische Blogrolle doch mal.

    Thilo, Criteo Technologieevangelist [?]

Kommentare sind geschlossen.