Lesestöckchen

Hola mein erstes Stöckchen und dazu noch ein sehr schönes – danke flash. Obwohl ich betonen möchte, dass ich nur UNTER ANDEREM populärwissenschaftliche Bücher lese! Dann mal frisch ans Werk.

Gebunden oder Taschenbuch?

Eindeutig Taschenbuch. Taschenbücher sind leichter und damit leichter handhabbar und natürlich auch wesentlich billiger. Als Nachteil könnte man anführen, dass die Taschenbuchausgabe immer eine ganze Zeit später veröffentlicht wird, aber es kommt selten vor*, dass ich ein Buch sofort nach Erscheinen lesen will.

Amazon oder Buchhandel?

Normalerweise hätte ich jetzt gnadenlos Amazon geschrien, aber meine letzten beiden Bücher habe ich im Buchhandel gekauft. Ok, die allerallermeisten Bücher kaufe ich online, da ich dafür nicht extra raus und in die Stadt gehen muss und sehr viel einfacher suchen und vergleichen kann. Ich hab auch mal andere Online-Versandbuchhandlungen ausprobiert, aber bisher hat mich nichts überzeugt (es scheitert oft schon am nicht kostenlosen Versand).

Lesezeichen oder Eselsohr

Eselsohren sind das Schlimmste was einem Buch passieren kann! Abgesehen von Knicken im Buchrücken (bei Taschenbüchern), deshalb benutze ich nur Lesezeichen. Dank meiner vielen Amazon-Bestellugen habe ich mittlerweile eine ganz ordentliche Sammlung. Die papiernen sind mir am liebsten, weil sie ihre Aufgabe erledigen und doch unauffällig bleiben.

Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?

Oh, diese Frage trifft eine empfindliche Stelle. Ich ordne gerne, aber dabei soll es noch „ordentlich“ aussehen und gleichzeitig Sinn ergeben. Dann hat man noch das Problem, dass die Regale eine bestimmte Größe haben und selten mit dem Ordnungsprinzip übereinstimmen. Also wie genau jetzt? Vorrangig nach Themengebieten, aber wie gesagt, dass kann man nicht durchgängig anwenden (z.B. weil man Taschenbücher und gebundene Bücher hat oder englische und deutsche) und deshalb scheitert es oft auf halbem Wege.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?

Grundsätzlich gilt: wegwerfen gilt nicht. Nicht mal die Bücher, die wir in der Schule gelesen haben. (Obwohl die meistens ziemlich mitgenommen und angestrichen aussehen und auch schlechte Erinnerungen auslösen.) Den allergrößten Anteil behalte ich. Manchmal verschenke ich welche, vor allem welche von früher, weil ich da rausgewachsen bin. Verkaufen lohnt sich meistens nicht, obwohl ich da eine clevere Alternative entdeckt habe.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?

Wer wirft denn Schutzumschläge weg? Völlig sinnlos und das tut dem Buch doch weh!

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?

Ohne, damit der nicht kaputtgeht und nichts drankommt.

Kurzgeschichten oder Roman?

Eindeutig Roman. Kurzgeschichten erinnern mich so an die Schule. Außerdem lohnt sich das nicht, weil dann müsste man ja schon ein ganzes Buch voller Kurzgeschichten haben und dann kann man auch gleich einen Roman lesen.

Harry Potter oder Lemony Snicket?

Hätte es nicht diesen grässlichen Film gegeben, wüsste ich nicht mal wer dieser Schokoriegel-Verschnitt überhaupt ist. Bin zwar spät auf Harry gekommen (aus Widerstand gegen die Mainstream-Kultur), aber die Bücher sind schon ganz gut (vor allem in Englisch). Außerdem war ich ein Jahr lang in Edinburgh und da kommt auch die Autorin her. Genau, das ist meine Rechtfertigung. Deshalb lese ich auch Ian Rankin!

Aufhören, wenn man müde ist, oder wenn das Kapitel zu Ende ist?

Lesen, bis es nicht mehr geht und dann noch ein Stück. Wofür gibt es denn Lesezeichen? Gerne lese ich im Bett und da fallen mir dann ab und zu mal die Augen zu, aber ein paar Minuten lese ich dann doch noch weiter.

„Die Nacht war dunkel und stürmisch“ oder „Es war einmal“?

Welches Klischee/Genre soll denn das erste Beispiel sein? Was immer es bedeutet, es klingt interessanter als Märchen.

Kaufen oder leihen?

Früher habe ich nur geliehen (das Maximum der Bibliothek von acht auf einmal immer voll ausgereizt), aber mittlerweile kaufe ich lieber. Auch weil ich nicht mehr so schnell lese (aus Zeitgründen), da macht es sich besser. Außerdem mag ich es nicht, wenn die Bücher kaputt sind. Meine eigenen kann ich pfleglich behandeln.

Neu oder gebraucht?

Wie gesagt, Bücher müssen pfleglich behandelt werden und da kümmere ich mich lieber selber drum. Aber andererseits sind Gebrauchte eine einfache Möglichkeit, an mehr Stoff zu kommen.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?

Grundsätzlich die Inhaltsangabe! Das ist der große Nachteil bei englischsprachigen Büchern: Vor allem die amerikanische Ausgabe hat hinten keine Inhaltsangabe sondern immer nur irgendwelche dreiwortigen Lobpreisungen von obskuren Zeitungen. Das finde ich grässlich. Stöbern ist so viel besser. Oft lese ich auch mehrere Bücher vom selben Autor, dann muss ich mich um das Aussuchen nicht mehr kümmern.

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?

Wo wir gerade bei Harry Potter waren… Nein, Cliffhanger sind doof (wie flash schon sagte: „Fernseherfindung“), erinnert zu sehr an Soap Operas. Außer die Mehrteiler von Karl May wüsste ich auch nicht von solchen Büchern. Ist nicht meine Welt.

Morgens, mittags oder nachts lesen?

Geht nicht auch abends? Dann habe ich Zeit. Obwohl, am Wochenende kann ich auch schon mal einen kompletten Tag durchlesen (vorausgesetzt das Buch ist so lang).

Einzelband oder Serie?

Ach, Serie hat so was von Kinderbüchern. Früher ja, aber mittlerweile nicht mehr. Ok, HP ist eine Ausnahme. Andererseits… die Inspektor Rebus-Serie von Ian Rankin ist sehr gut. Was bei Serien gefährlich ist, ist dass nicht alle Bücher die gleiche Qualität haben. Die Kay Scarpetta-Romane sind z.B. stark abgefallen und ich habe seit Jahren keine mehr gelesen. Wie gesagt, vom selben Autor lese ich gerne mehr als ein Buch, aber da gucke ich schon, ob es mir zusagt (vom Inhalt her, nicht von der Rezension!).

Lieblingsserie?

Tolle Anschlussfrage, wo ich gerade breit erklärt habe, dass ich eher keine Serien mag! Naja, dann sage ich Inspektor Rebus!

Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?

DAS Lieblingsbuch gibt es von mir nicht, da habe ich mehrere. Aber gehört hat vielleicht noch keiner von The Time Traveler’s Wife*. Das ist ein wirklich einmaliges Buch und von ganzem Herzen jedem zu empfehlen.

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?

Oh, da muss ich mal gerade in meine Bibliothek[1] gucken….. Ah, Norwegian Wood* von Haruki Murakami war wirklich sehr gut. Ich habe es vor allem auch deshalb genossen, weil es so ganz anders ist, als die Bücher, die ich sonst lese. War ein Geschenk und ich habe es wohl bekommen, weil der Titel ein Beatles-Song ist.

Welches Buch liest du gegenwärtig?

Special Topics in Calamity Physics* – auch wieder einmalig (ein Roman, kein populärwissenschaftliches Buch!!!). Ich habe zwar erst ein paar Kapitel gelesen, aber wenn es so gut weitergeht, könnte es sich zu einem meiner Lieblingsbücher entwickeln.

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?

Oi, das ist schwer. Auf meiner „Über mich“-Seite habe ich es auf sechs zusammengestrichen, weniger geht nicht: HHGTTG, GEB, Unweaving the Rainbow*, High Fidelity* (ok, der Film ist mit John Cusack, aber das Buch ist auch gut), The Time Traveler’s Wife, Julie & Julia*.

Und wer darf sich als nächstes mit Büchern beschäftigen? Da es Montag morgen ist und ich sonst ab und zu mal Kommentare zum Tatort abgebe, werde ich Gleichgesinnte bedenken. Zunächst mal die Parallel-zum-Tatort-Bloggerin Sopran. Stralau kennt sogar immer die Namen, vielleicht ist er auch am Lesen interessiert? Und Björn, der zwar lange nicht mehr getatortet hat, doch sicher, oder? Und zur Abwechlsung noch Milky Maniac, der mich bisher nicht vom Mac überzeugen konnte, und Marc von der Wissenswerkstatt, der mich von Sufjan Stevens überzeugen wollte und konnte.

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  1. Bibliotheksplugin dekativiert, deswegen existiert diese Seite nicht mehr. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

7 Gedanken zu „Lesestöckchen“

  1. Hallo Julia,
    danke für das Stöckchen, aber ich möchte es dieses Mal liegen lassen – mir fällt dazu nichts ein. Vielleicht nächstes Mal.

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