Archiv für den Monat: September 2006

dff: schönes, neues Web

Nicht viel anderes zu berichten, also wende ich mich weiter dff Fragen vom 26. Mai. 2006 zu. Als Einleitung heißt es dort

Das Schöne an den DFF ist das Publikum aus verschiedenen Bereichen. Anfangs hatte ich die Befürchtung, es würden zu einem großen Teil Anhänger der eher technischen und internetworkenden Fraktion mitmachen. Aber wie Kommentare und Referer zeigen, sieht die Entwicklung Gott sein Dank anders aus.

So erlaube ich mir einfach mal ein paar Schlagworte aus dem vergangenen Jahr in die Menge zu werfen um mal zu sehen, welche Themen es aus den Laboren bis in die richtige Welt schaffen.

Ja, vor allem weil ich auch tatsächlich zur richtigen Welt gehöre….

  1. Was verstehst du unter WEB 2.0?
    Oha, gleich in die Vollen. Der Begriff würde ja eigentlich vorraussetzen, dass es auch ein WEB 1.0 gab, oder sogar Zwischenversionen (1.1 etc). Kleiner Scherz. Nein, mal im Ernst. Ich verstehe darunter soziale, anpassbare und interaktive Dienste. Das Web entwickelt sich (da wo es denn passiert) immer mehr zu einer individuellen und gleichzeitig gemeinschaftlichen Geschichte. Inhalte werden vom Benutzer beeinflusst. Das finde ich mehr als gut, weil ich es nicht leiden kann, dass mir etwas Ungewolltes aufs Auge gedrückt wird.
  2. Was sagt dir der Begriff “Folksonomy”?
    Darüber bin ich neulich gestolpert, als ich mich näher mit Tag Clouds und del.icio.us beschäftigt habe und das sagt eigentlich auch schon wohin der Begriff führt bzw. was er bedeutet. Natürlich habe ich sowas schon vorher bei Flickr, Last.fm u.s.w. gesehen, aber den Begriff dafür kannte ich bis dahin nicht. Geht wahrscheinlich vielen so.

dff: Support

Bin etwas ins Hintertreffen geraten durch 1 Woche Urlaub und deshalb frisch ans Werk für dff Fragen vom 19. Mai. 2006. Hier heißt es “Servicewüste Deutschland? Gilt das auch oder gerade für Support und Hotlines?”

  1. Nutzt du regelmäßig den Support (E-Mail, Hotlines, schriftlich) eines Unternehmen? Beruflich oder privat?
    Nicht regelmäßig, weil ich immer erst versuche, anders an die benötigte Information zu kommen.
  2. Hast du positive Erfahrungen gemacht? Welche?
    Ja, mit Acer. Sie haben meinen Laptop angenommen, obwohl es ein Grenzfall bzgl. der Garantiezeit war und meinen Laptop repariert innerhalb einer Woche zurückgeschickt.
  3. Hast du negative Erfahrungen gemacht? Welche?
    Ich bin eines der vielen Opfer der kanadischen Firma DVDSoon geworden, die bis letztes Jahr noch ordentlich und freundlich geantwortet haben, aber seit diesem Jahr keine Antworten mehr geben (mehr Informationen).
  4. Warst oder bist du selbst als Supporter tätig?
    Manchmal schon, da ich in einer Softwarefirma arbeite, wo auch Leute mit Problemen anrufen. Meistens waren leider das die Unverbesserlichen, die nicht das Manual lesen und/oder nie einfach ausprobieren.
  5. Was macht deiner Meinung nach Support erst zu einer guten Dienstleistung?
    Dass alle möglichen Eventualitäten gelöst werden könn(t)en. Dass jeder immer seine gute Laune behält. Dass es nichts bzw. nicht zu viel kostet.

Auf dem Darß und Kamera streikt

Letzte Woche hatte ich endlich Urlaub – der erste Urlaub in meinem ersten richtigen Job! War ein schönes Gefühl. Und dann waren noch meine Eltern und Großeltern zu Besuch. Wir waren ein paar mal auf Rügen, haben u.a. eine Bootstour entlang der Küste gemacht usw.

Und ich hatte endlich mal die Gelegenheit, die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst zu besuchen. Wir sind mit einer Bummelbahn ins Naturschutzgebiet gefahren und ein wenig Wandern gewesen. Und da passierte es inmitten dieser wunderbar photogenen Landschaft: meine Kamera streikt! Genauer gesagt, der Autofokus des Objektivs. Gruml! Keine Photos!

Noch weiß ich nicht, ob es nur ein Sandkorn war oder etwas Schlimmeres, aber in dem Moment war es sowieso egal.

Und es geht doch!

Ich habe es tatsächlich geschafft, unter widrigsten Umständen den AmaroK-Player zu updaten. SuSE 10.1 kommt mit KDE 3.5 und da ist AmaroK in der Version 1.3.8 dabei. Ich wollte aber auf die aktuelle Version 1.4.3 updaten, da es einige Verbesserungen und Erweiterungen gab. Insbesondere, die Möglichkeit verschiedene mp3-Player einzubinden und erweiterte Stream-Funktionalität.

Nach immer neuen Abhängigkeiten, die gelöst werden mussten, habe ich es tatsächlich geschafft. Eine sehr nützliche Hilfe dabei war die Seite RPM Search, wo ich nach und nach alles gefunden habe, was ich brauchte. Ich habe brav auf der Kommandozeile die einzelnen Packages installiert und somit AmaroK up-to-date gebracht.

Und ich wurde nicht enttäuscht! Jetzt gibt es Podcast- und Radio-Funktionalität! Genau diese Funktionen, habe ich bei MediaMonkey gegenüber iTunes vermisst. Als Erstes habe ich den Last.fm-Stream ausprobiert. AmaroK übernimmt volle Funktionalität des Last.fm-Players – wirklich komplett. Man kann verschiedene Stationen hören, die einzelnen Stücke favorisieren oder bannen, man sieht ähnliche Künstler usw. Und auch Podcast-Streaming und Herunterladen funktioniert eiwandfrei und ziemlich selbsterklärend. Außerdem habe ich meinen iRiver iHP 120 dazu gebracht, erkannt zu werden.

Leider habe ich während dem Versuch, den Player einzubinden, es irgendwie geschafft, meine externe Festplatte mitreinzumixen und auf einmal war alles falschrum, d.h. die Festplatte ist jetzt unter /media/iriver gemountet und der Player unter /media/usb. Naja, dafür bin ich nicht kompetent genug in Linux. Jedenfalls geht es!

Allerdings muss ich berichten, dass etwas Komisches passiert ist: nachdem ich den Player getrennt habe, war plötzlich meine Sammlung nicht mehr existent und ich musste sie erst neu erfassen. Warum und wieso? Keine Ahnung!

dff: Buntes

Nachdem ich mich die letzten Tage hauptsächlich mit Linux rumgeschlagen habe, werde ich mich jetzt etwas “Buntem” zuwenden, d.h. den dff Fragen vom 12. Mai. 2006.

  1. Leidest du an Allergien? Wenn ja welche und wie bekämpfst du dein Leiden?
    Nope, keine Allergien (bisher). Wahrscheinlich habe ich als Kind genug Dreck gegessen oder einfach nur Glück gehabt. Obwohl ich für einige Jahre eine extreme Reaktion auf Mückenstiche gezeigt habe. Das komische daran war, dass es nicht in aufeinanderfolgenden Jahren war und nicht bei jedem Mückenstich und außerdem ist diese Phase mittlerweile wieder vorbei.
  2. Fällst du die meisten deine Entscheidungen rational, emotional oder hast du ein gesundes Gleichgewicht gefunden?
    Ich hoffe doch, dass ich meistens ein gesundes Gleichgewicht finde. Wenn ich genauer darüber nachdenke, dann finde ich, dass ich Entscheidungen, die emotional schwierig sind, eher rational löse und bei unwichtigen Entscheidungen, die eigentlich einfach und rational gelöst werden könnten, eher emotionale (und manchmal übereilte) Entscheidungen treffe. Ergibt das einen Sinn?!?
  3. Bist du eher ein spiritueller oder ein rein wissenschaftlicher Mensch?
    Auf jeden Fall eher wissenschaftlich! Nicht total, aber doch fast. Man muss einfach nur mal Unweaving the Rainbow von Richard Dawkins lesen.
  4. Welche Farbe bevorzugst du beim Schreiben?
    Beim Schreiben? Am Computer oder auf Papier? Einfach schwarz oder blau ist ok.
  5. Der Desktop deines Computers. Ordnung oder Chaos?
    ORDNUNG! Ich habe früher viel Zeit damit verbracht, zu entscheiden, welche Programme Links auf meinem Desktop erhalten dürfen und in welche Gruppen ich sie dann organisiere und wie sie dann schlussendlich angeordnet werden. Mittlerweile habe ich die Icons der meist verwendeten Programme alphabetisch und automatisch angeordnet. Ich habe nie und werde auch nie Dokumente, Downloads oder sonstigen Sch… auf meinem Desktop (ge)speichert/n, denn dafür ist er nicht da!

KDE schenkt mir AmaroK

Beim Arbeiten mit Linux bin ich ja bisher über SuSE nicht hinausgekommen und da habe ich als Desktop-Environment immer nur KDE verwendet. Ich weiß nicht, seit welcher Version von KDE AmaroK mit dabei ist., aber entscheidend ist, dass die AmaroK-Version 1.3.8 bei SuSE 10/KDE 3.2 dabei ist. (obwohl mittlerweile Version 1.4.3 aktuell ist…)

War ich von MediaMonkey schon begeistert, hat AmaroK noch einige Zusätze, die mich positiv überrascht haben. Einige sind echt nützlich, wie die Wikipedia-Seite zu AmaroK auflistet:

Wikipedia-Integration
Es lassen sich direkt aus Amarok Informationen über den Interpreten des gerade gespielten Liedes, das Album sowie das Lied selbst aus der Wikipedia abrufen. Welche Sprache der Wikipedia dabei verwendet wird, ist einstellbar.
Textsuche
Vergleichbar mit der Wikipedia-Integration ist die Suche und Anzeige des Textes des aktuellen Liedes direkt in Amarok integriert. Amarok verwendet hierzu seit Version 1.4 Skripte, womit man nicht von der Verfügbarkeit einer einzelnen Seite abhängig ist.
Datenbankfunktionalität
[...]
Kontext-Browser
Der Kontext-Browser zeigt Informationen zum aktuell laufenden Lied an. Mit Hilfe der Datenbank ermittelt er andere Alben des aktuellen Interpreten sowie die Lieblingsstücke des Benutzers von ebendiesem und versucht über den Last.fm-Service weitere passende Stücke und ähnliche Interpreten vorzuschlagen.
Des weiteren gibt es hier Statistiken über die komplette Musiksammlung wie die Lieblingsstücke des Benutzers, neueste und zuletzt gespielte Stücke. Auch die Wikipediainformationen und Liedtexte werden innerhalb des Kontext-Browsers dargestellt.
Die Oberfläche des Kontext-Browsers lässt sich via CSS je nach Geschmack umgestalten.

dff: Sommer

Nun, da sich der Sommer diese Woche zurückzumelden scheint, kann ich beruhigt dff Fragen vom 5. Mai 2006 beantworten. Dort heißt es dann dementsprechend Die ersten Sommertage – Zeit für ein Konzept mit der Hitze fertig zu werden. Die Wiesen sind grün, Vögel zwitschern, Schmetterlinge fliegen umher.

  1. Lieber auf einer grünen Wiese liegen oder doch eher in angenehm klimatisierten Räumen aufhalten?
    Diese Frage hört sich nun so an, als ob man zwischen der guten alten Natur oder der bösen Zivilisation entscheiden soll. Aber ich werde mal diplomatisch dazwischengreifen: in den ersten schönen Frühlingstagen, wo man (d.h. ich) im T-Shirt umherwandeln kann, bin ich sofort draußen. Sobald es über 25 Grad wird, ziehe ich mich zurück – das ist mir zu warm, um freiwillig draußen zu bleiben. Ich ziehe mich allerdings nicht in klimatisierte Räume zurück, sondern einfach nur nach drinnen. Gibt es in Deutschland überhaupt flächendeckend klimatisierte Räume?
  2. Wie sieht deine Idealtemperatur für den Sommer aus?
    Ah! Für mich ist der ideale Sommer eine Fortsetzung des Frühlings bis in den Herbst hinein. Diese beiden Jahreszeiten mag ich am liebsten. Wie schon gesagt, über 25 Grad ist es mir zu heiß. Ich sage immer, ich werde instabil.
  3. Deine Maßnahmen gegen die Sommerhitze?
    Ein Ventilator im Büro ist eine sehr wirksame Hilfe und morgens bzw. nach der Mittagspause, wenn ich ankomme bzw. zurückkomme, stehe ich ersteinmal ein paar Minuten davor. Wenn es gar zu arg wird, haben sich kalte Fußbäder als sehr wirksam erwiesen.

Wahlaufruf für die Landtagswahl M-V

Die Landtagswahl in M-V rückt näher und dazu möchte ich eine Sache erwähnen, die mir schon immer sehr am Herzen lag. Nämlich, dass man auch tatsächlich seine Chance wahrnimmt und seine Stimme abgibt. Für mich ist das einfach selbstverständlich und ich versuche regelmäßig, andere davon zu überzeugen und kann nicht verstehen, wie man sein Recht nicht wahrnehmen kann.

Diese Woche gabe es gleich zwei Beiträge, die mir aufgefallen sind bzgl dieses Themas. Einmal im Internet beim MV Weblog mit dem Titel “Mach dein Kreuz” – ver.di-Jugend startet Sraßenaktion zur Landtagswahl. Besagte Aktion verwendet den treffenden Spruch “Wählen ist wie Zähneputzen: Machst Du’s nicht, wird’s braun.”. Hervorragend! Und das Greifswalder Stadtblatt (kostenlose Zeitung für amtliche Bekanntmachungen, die alle Greifswalder Haushalte bekommen) brachte auf der Titelseite den Wahlaufruf des Präsidenten der Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Dieser Artikel fasst sehr gut zusammen, warum man zur Wahl gehen soll. Anstatt die besten Passagen stückchenweise rauszufischen, werde ich jetzt mal den ganzen Artikel abtippen – man möge mir verzeihen, ich habe ihn nirgends online gefunden.

Sehr geehrte Greifswalderinnen und Greifswalder!

Am 17. September 2006 sind wir alle aufgerufen, mit unseren Stimmen den neuen Landtag in Schwerin zu wählen. Jede Wahl ist ein wichtiges Ereignis im politischen System unseres Landes. Das im Grundgesetz verankerte Mitbestimmungsrecht aller Bürgerinnen und Bürger ist die Grundlage, um durch aktives Mittun am politischen Leben teilzunehmen. Schlagworte wie Politikmüdigkeit, Gleichgültigkeit und Frustration sind Kennzeichen unserer Zeit, die es zu überwinden gilt. Nur durch den Einsatz jedes Einzelnen wird unsere Gesellschaft ihrem demokratischen Anspruch gerecht. Der Gedanke, dass Schwerin weit weg sei und die Belange Vorpommerns nicht genügend Berücksichtigung fanden, darf nicht zu Resignation und Wahlmüdigkeit führen.

Deutschland ist unterdurchschnittlich glücklich! Und du?

Das wurde ja schon lange vermutet, aber nun (seit dem 12. Juli 2006) ist es offiziell. Laut einer Studie der nef hat Deutschland einen HPI von 43,8 und liegt damit unter dem internationalen Durchschnitt von 46,0 und auf Platz 81 von 178 Ländern. Der höchstmögliche Wert ist 83,5. Aber auch das glücklichste Land (Vanuatu) erreicht nur 68,2. Dabei wurden Zufriedenheit, Lebenserwartung und der Umgang mit der Umwelt untersucht.

Allerdings möchte ich betonen, dass es nicht der Fall ist, wie auch die Seite von Wikipedia behauptet, dass dies die Einwohner selber so berichten, denn die Studie hat die Daten aus anderen Ländern extrapoliert. Eine ausführliche Auseinandersetzung mit diesem Phänomen gibt es in der WSJ-Kolumne Numbers Guy vom 20 Juli 2006 mit dem Titel Putting a Number on Happiness, wo es heißt:

The problem is, no one has asked Vanuatuans how happy they are. The ranking was based on extrapolating happiness levels from other countries.

Soviel also dazu. Aber auf der Seite von happyindex.org kann man nicht nur die Studie runterladen, sondern auch seinen persönlichen HPI berechnen. Hab ich auch gleich gemacht. Und ich bin glücklich, dass ich glücklicher bin, als der Durschnittsdeutsche – im wahrsten Sinne des Wortes. Allerdings nicht so glücklich wie die Vanuatuaner. Mein HPI ist 67,2, was wohl hauptsächlich auf meinen niedrigen ökologischen FußabdruchFußabdruck[1] und meine hohe Lebenserwartung zurückzuführen ist. In anderen Kategorien, bin ich sehr nah am Durchschnitt, oder nur knapp drüber oder drunter.

Mein HPI von 67,2

  1. Wozu die Google Webmaster-Tools doch alles gut sind?!? Habe in der Übersicht der häufigsten Suchbegriffe den Begriff “fußabdruch” gefunden und die durchschnittliche Spitzenposition meiner Seite war 6 (also auf der ersten Seite). Das musste ich natürlich ändern. []