Archiv für den Monat: April 2006

Die eierlegende Wollmilchsau!

Update: Zum Thema MediaMonkey (vs. iTunes) habe ich eine ganze Serie von Beiträgen geschrieben, die aktuellere und ausführlichere Informationen bieten. » Hier entlang

Tja tatsächlich: MediaMonkey hat all das was ein Programm zum Organisieren und Abspielen einer seeeehr großen Musikbibliothek braucht. Ich war ja schon von iTunes sehr beeindruckt, vor allem weil man sich dann gar keine Sorgen mehr um die Ordnerstruktur, Dateinamen etc machen muss. Auch die automatischen Playlists finde ich sehr toll.

Trotzdem gab es noch einige Nachteile bei iTunes. Ich hätte mir z.B. gewünscht, dass es sowas wie Links auf die Dateien gibt, damit man Songs nicht doppelt haben muss, um zu wissen, dass sie auf einem regulären Album und auf einem Greatest Hits Album oder auf einem Soundtrack vorhanden sind. Und MediaMonkey schließt da die Lücke. Man kann nämlich die Funktionalität mit eigenen Skripten erweitern. Und da gibt es natürlich schon sehr viele vorhandene, die frei erhältlich sind, u.a. eines das eine solche Linkzuordnung erlaubt. Zwar muss man das per Hand für jeden einzelnen Song in den Kommentar schreiben, aber wenn es dann geschafft ist, bringt das echte Freude…

Einen weiteren kleinen Nachteil sehe ich allerdings: ich fand es ganz praktisch bei iTunes, dass Compilations automatisch in einem extra dafür vorgesehenen Ordner abgelegt werden. Dadurch gibt es nicht für jeden Interpreten einen Ordner mit nur einem Song. Bei MediaMonkey kann man das auch machen, indem man als Album-Interpreten Various Artists angibt und dann für jeden einzelnen Song den entsprechenden Interpreten. Ist eigentlich die intelligentere Lösung, aber da ich jetzt mit iTunes angefangen habe (mittlerweile 10000+ Songs) muss ich das erst alles umändern… Und dann gibt es auch kein zurück mehr, da iTunes diese zweistufige Lösung nicht unterstützt. Allerdings hält sich MediaMonkey (als einer der wenigsten) an die Vorschriften für die ID Tags, u.a. auch für die Bewertung, was ich persönlich sehr gut finde.

Pandora – da hat sich mal jemand Gedanken gemacht!

Beim Music Genome Project wurden Songs von mehr als 10000 Künstlern analysiert. Die Erkenntnisse davon kann jeder auf Pandora genießen. Mit Eingabe von nur wenigen Songs oder Künstlern erstellt man seine eigene Station und bekommt neue Songs vorgeschlagen, die man mögen sollte. Und das Beste: man kann das Ganze anhören!!! Und dann beurteilen, ob man den Song mag oder nicht und so den eigenen Geschmack immer weiter verfeinern.

Mag man einen Song besonders gerne, fügt man den zu seinen Favoriten hinzu (nach kostenloser Registrierung und Account-Erstellung). Der Clou: das kann man anderen gleich auch auf die Nase binden und in seinen Blog einfügen. Ich habe das mal getan und man sieht jetzt rechts in der Sidebar immer ein paar aktuelle Favoriten von mir.

Man kann sogar Freunde in den Genuss seines Geschmacks kommen lassen, indem man seine Station einfach per email verschickt. Ich hoffe sehr, dass dieser Service umsonst bleibt. Ich bin echt begeistert!

Update:

Sieht so aus, als ob ich da etwas hinterherhänge, weil Pandora doch schon länger existiert. Und auch last.fm ist ein ähnlicher Service. Für Unterschiede und Beurteilungen schau man sich mal den Blog-Eintrag Pandora and Last.fm: Nature vs. Nurture in Music Recommenders von Steve Krause an.

Das Prinzip von Pandora finde ich zwar um Längen besser (ist einfach innovativer), aber Last.fm hat den Vorteil, dass man auch von außerhalb (Plugin für iTunes etc) Lieder hinzufügen kann. Und zwar Lieder, die man auf jeden Fall schon mag und kennt.