Opera – der cleverere Browser

Mein letzter Beitrag hat mich wieder daran erinnert, was für ein fantastischer Browser Opera doch ist. Lange Zeit habe ich den als Standardbrowser verwendet. Das ist einige Jahre her und meine damalige Motivation war ein schlanker und schneller Browser. Warum? Weil ich mit einem Notebook mit recht kleiner Festplatte und einem Modemanschluss klar kommen musste.

Damals (2001) war die Version 5 von Opera aktuell und ich habe bis Version 6 alleine Opera verwendet. Doch dann ab 2003 kam so langsam Firefox (oder Firebird, wie er damals noch hieß) ins Spiel und ich bin nach und nach umgestiegen, weil Firefox einerseits auch toll ist und andererseits Opera einige Probleme mit der Darstellung von JavaScript-Seiten hatte. Ich habe allerdings nie ganz den Kontakt verloren und habe auch aufmerksam verfolgt, dass mit der Version 8 die Bannerwerbung für die kostenlose Version entfernt wurde.

Mittlerweile ist die Version 9 aktuell und als ich die zum ersten Mal ausprobiert habe, haben mich vor allem die sog. Widgets interessiert. Auf der Features-Seite gibt es dazu folgende Beschreibung

Widgets sind kleine Web-Anwendungen (z.B. Multimedia, Newsfeeds, Spiele usw.), die Ihnen ein weiteres Desktop-Erlebnis bringen. Über das Menü „Widgets“ haben Sie Zugriff auf neue Widgets und können auf Ihre Lieblings-Widgets zugreifen. Besuchen Sie widgets.opera.com, um mehr darüber zu erfahren.

Ein wirklich sehr nützliches Feature, was mich aber (noch) nicht dazu gebracht hat, vollständig von Firefox zu wechseln. Besonders, da ich recht viele Erweiterungen für Firefox installiert habe, um das Surfen einfacher zu gestalten. Und nun fällt mir mehr und mehr auf, dass die wirklich essentiellen Sachen, schon lange bei Opera standardmäßig dabei sind. Allein das Blocken von unerwünschten Inhalten hat mich schon immer erfreut, und dass ohne Installation von AdBlock. Aber viele Eigenschaften, die den Firefox so angenehm machen, waren bei Opera schon immer/lange dabei. Spontan fallen mir dazu ein

  • Mausgesten (aktiviert durch erste Benutzung),
  • Tabbed Browsing,
  • Anzeige des Ladestatus einer Seite (z.B. 3 von 20.3 KB, 12 von 40 Bildern),
  • Quelltextanzeige und Validierung per Kontextmenä,
  • durchdachtes Kontextmenä,
  • Blockieren unerwünschter Inhalte,
  • Schnelleinstellungen per Menüeintrag mit einem Klick,
  • verlässlicher Transfer-Manager (= eingebauter Download-Manager),
  • integrierte Suchmaschinen (gibt es mittlerweile auch in Firefox und sogar im IE 7),
  • Sitzungsmanager,
  • einfache Kontrolle über private Daten,
  • mächtiger Emailclient,
  • einfaches Anpassen des Aussehens der Seiten (Zoom, Schriftgröße, persönliche Stylesheets etc.).

Ganz besonders möchte ich nochmal auf die durchdachte und logische Struktur hinweisen. Man findet alles da, wo man sucht und die Bedienung ist sehr intuitiv und für Benutzer jedes Wissenslevels optimal. Z.B. wird man auf Mausgesten hingewiesen, wenn man (aus Versehen) zum ersten Mal eine verwendet hat. Und dann hat man die Wahl, das entweder ignorieren, nur die einfachsten zu verwenden (Seite vor, Seite zurück etc.) oder auch die komplizierteren zu verwenden und sich weiter damit zu beschäftigen. Oder die Organisation der Einstellungen. Wirklich logisch aufgebaut. Und viele kleine Besonderheiten entdeckt man so nebenher und ist immer wieder begeistert.

Upate: Einen Schnelligkeits-Vergleich gibt es im Beitrag Welcher Browser ist der schnellste? im Dr Web Weblog. Und Opera gewinnt! (Der Artikel ist allerdings schon ein paar Wochen alt.)

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker