Die Uni von der anderen Seite

Nachdem ich im letzten Jahr freudestrahlend mein Diplom in Empfang nehmen durfte, hat sich einiges geändert: Ich habe jetzt eine größere Wohnung, darf nicht mehr für wenig Geld krankenversichert sein, habe eine Lebensversicherung, besuche keine Pflichtveranstaltungen mehr (das ist allerdings schon seit zwei Jahren so, seit meiner Diplomarbeitsphase) usw. Diese und nächste Woche manifestieren sich die Änderungen im Besonderen.

  1. Heute habe ich meine erste Übung gehalten, d.h. ich stand da vorne und habe versucht, die Studenten (Erstsemester) zum Mitmachen zu Motivieren. Ich befürchte, ich habe keinen sehr guten Eindruck gemacht. Aber die Vorzeichen waren nicht wirklich optimal. Abgesehen davon, dass das Thema nicht wirklich interessant ist und die Übung fakultativ ist, war ich sehr nervös. Ich bin nicht sehr gut, wenn ich alleine vor einer Gruppe von Menschen vortragen soll. Mein Unterbewusstsein lässt sich nicht beeinflussen mit dem Hinweis, dass es gar nicht so schlimm ist und es um nichts geht. Fazit: ich habe eine schlaflose Nacht hinter mir und bin sehr, sehr froh, dass es vorbei ist. Und das Beste ist, dass es nächste Woche eine Pause gibt, weil…
  2. … ich dann in den USA auf eine Konferenz bin. Das ist zwar die dritte in diesem Jahr, aber die allererste im Ausland. Und dazu noch auf einem anderen Kontinent! Und es geht in das Wunderland Amerika. Mal sehen, ob sie meine Fingerabdrücke akzeptieren. Im letzten Jahr war ich indirekt auch schon auf dieser Konferenz vertreten durch ein Paper, aber ich habe nicht vorgetrage. Was aufgrund meiner problematischen Haltung zum Redenhalten (s.o.) eine sehr gute Idee war. Obwohl ich meinen Vortrag bei einer anderen Konferenz im Juli erstaundlicherweise überlebt habe.

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker