KDE schenkt mir AmaroK

Beim Arbeiten mit Linux bin ich ja bisher über SuSE nicht hinausgekommen und da habe ich als Desktop-Environment immer nur KDE verwendet. Ich weiß nicht, seit welcher Version von KDE AmaroK mit dabei ist., aber entscheidend ist, dass die AmaroK-Version 1.3.8 bei SuSE 10/KDE 3.2 dabei ist. (obwohl mittlerweile Version 1.4.3 aktuell ist…)

War ich von MediaMonkey schon begeistert, hat AmaroK noch einige Zusätze, die mich positiv überrascht haben. Einige sind echt nützlich, wie die Wikipedia-Seite zu AmaroK auflistet:

Wikipedia-Integration
Es lassen sich direkt aus Amarok Informationen über den Interpreten des gerade gespielten Liedes, das Album sowie das Lied selbst aus der Wikipedia abrufen. Welche Sprache der Wikipedia dabei verwendet wird, ist einstellbar.
Textsuche
Vergleichbar mit der Wikipedia-Integration ist die Suche und Anzeige des Textes des aktuellen Liedes direkt in Amarok integriert. Amarok verwendet hierzu seit Version 1.4 Skripte, womit man nicht von der Verfügbarkeit einer einzelnen Seite abhängig ist.
Datenbankfunktionalität
[…]
Kontext-Browser
Der Kontext-Browser zeigt Informationen zum aktuell laufenden Lied an. Mit Hilfe der Datenbank ermittelt er andere Alben des aktuellen Interpreten sowie die Lieblingsstücke des Benutzers von ebendiesem und versucht über den Last.fm-Service weitere passende Stücke und ähnliche Interpreten vorzuschlagen.
Des weiteren gibt es hier Statistiken über die komplette Musiksammlung wie die Lieblingsstücke des Benutzers, neueste und zuletzt gespielte Stücke. Auch die Wikipediainformationen und Liedtexte werden innerhalb des Kontext-Browsers dargestellt.
Die Oberfläche des Kontext-Browsers lässt sich via CSS je nach Geschmack umgestalten.

Wie bei MediaMonkey (und iTunes) gibt eine interne Datenbank, in der Informationen über alle Stücke der Musiksammlung (wie Titel, Interpret, Album, Erscheinungsjahr, Abspielstatistiken etc) gespeichert sind. Neu ist, dass die Abspielstatistik verwendet wird, die Bewertung zu berechnen. Sehr clever! Allerdings muss ich sagen, dass eine allzu große Musiksammlung diese Statistik ungenau werden lässt, da viele Stücke einfach nicht zum Zuge kommen. Obwohl dem entgegengewirkt wird mit einer sehr feinkörnigen Unterteilung bis 100.

Sehr gut finde ich die Integration von last.fm im Kontextbrowser. Und wenn man einen Account hat, werden die Daten automatisch übertragen – man braucht nicht mal ein zusätzliches Plugin, das für alle anderen Player nötig ist (wenn man mal vom last.fm-Player selber absieht).

Die Suche ist sehr ausgefeilt, sei es nach Covern (bei Amazon.xxx) oder nach Stichwörtern mit einer Google-ähnlichen Suche.

Und – ganz wichtig – es werden verschiedene mp3-Player unterstützt. Neben dem obligatorischen iPod auch Player von Creative und iRiver. Letzteres wieder für mich sehr wichtig. Ich konnte es aber noch nicht ausprobieren, weil ich wieder meine Probleme mit Linux habe. Da gibt es hier und da eine rpm-Datei oder tar-Archiv und dann braucht man wieder eine Bibliothek hier und es gibt Abhängigkeiten da… Noch läuft es nicht, ich bin dabei. Hoffe aber stark, dass es funktioniert.

Obwohl wahrscheinlich nur einer meiner zwei (!) iRiver-Player überhaupt erkannt werden wird. Ich habe einen iHP-120 mit 20GB-Speicher, der wie eine externe Festplatte behandelt wird und bisher nie Schwierigkeiten machte. Ich habe aber auch einen neuen T30 mit 1GB-Speicher. Der ist nur mit WinXP bedienbar, weil er kopiergeschützte Stücke (z.B. von Audible) abspielen kann. Ich bezweifle, dass der von AmaroK erkannt wird, wenn ich schon unter Win2K keine Chance habe.

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker