Die eierlegende Wollmilchsau!

Update: Zum Thema MediaMonkey (vs. iTunes) habe ich eine ganze Serie von Beiträgen geschrieben, die aktuellere und ausführlichere Informationen bieten. » Hier entlang

Tja tatsächlich: MediaMonkey hat all das was ein Programm zum Organisieren und Abspielen einer seeeehr großen Musikbibliothek braucht. Ich war ja schon von iTunes sehr beeindruckt, vor allem weil man sich dann gar keine Sorgen mehr um die Ordnerstruktur, Dateinamen etc machen muss. Auch die automatischen Playlists finde ich sehr toll.

Trotzdem gab es noch einige Nachteile bei iTunes. Ich hätte mir z.B. gewünscht, dass es sowas wie Links auf die Dateien gibt, damit man Songs nicht doppelt haben muss, um zu wissen, dass sie auf einem regulären Album und auf einem Greatest Hits Album oder auf einem Soundtrack vorhanden sind. Und MediaMonkey schließt da die Lücke. Man kann nämlich die Funktionalität mit eigenen Skripten erweitern. Und da gibt es natürlich schon sehr viele vorhandene, die frei erhältlich sind, u.a. eines das eine solche Linkzuordnung erlaubt. Zwar muss man das per Hand für jeden einzelnen Song in den Kommentar schreiben, aber wenn es dann geschafft ist, bringt das echte Freude…

Einen weiteren kleinen Nachteil sehe ich allerdings: ich fand es ganz praktisch bei iTunes, dass Compilations automatisch in einem extra dafür vorgesehenen Ordner abgelegt werden. Dadurch gibt es nicht für jeden Interpreten einen Ordner mit nur einem Song. Bei MediaMonkey kann man das auch machen, indem man als Album-Interpreten Various Artists angibt und dann für jeden einzelnen Song den entsprechenden Interpreten. Ist eigentlich die intelligentere Lösung, aber da ich jetzt mit iTunes angefangen habe (mittlerweile 10000+ Songs) muss ich das erst alles umändern… Und dann gibt es auch kein zurück mehr, da iTunes diese zweistufige Lösung nicht unterstützt. Allerdings hält sich MediaMonkey (als einer der wenigsten) an die Vorschriften für die ID Tags, u.a. auch für die Bewertung, was ich persönlich sehr gut finde.

Die Alben, Interpreten etc sind in Knoten angeordnet, nicht wie bei iTunes in Spalten. Allerdings kann man hier nicht hierarchisch nach Genre»Interpret»Album vorgehen. Immerhin sind die Alben auch mit Interpret aufgeführt. D.h. gleichnamige Alben sind nicht zusammen geschmissen (Best Of), was mich bei iTunes immer sehr gestört hat. Und dann kann man Albuminformationen von Amazon abrufen (von verschiedenen Ländern, z.B. USA, UK, Deutschland = sehr praktisch) und spart sich so das manuelle hinzufügen von Covern und Songnummern – endlich!

Die Automatisierung ist nicht ganz so extrem wie bei iTunes. Die Playlisten werden z.B. nur durch Aufrufen der Playlist-Eigenschaften aktualisiert und auch gibt es weniger Optionen (nur relative Anzahl der Tage, nicht absolute Datumsangaben). Und die Dateien werden nur nach Aufruf umbenannt. Allerdings kann man hier nach Herzenslust umbenennen (ähnlich wie bei CDex). Dieser Vorteil ist besonders für Einsteiger von anderen Programmen bzw. für bisher selbst-organisierte Musikliebhaber von Vorteil.

Ich bin dann auch gleich so weit gegangen und hab das Ding gekauft (knapp 20 Euro inkl MwSt) und das habe ich nicht bereut. Dabei bin ich eigentlich gar nicht für so “unnötiges” Geldausgeben. Aber ich war einfach so beeindruckt und begeistert, dass all das, was ich mir von so einem Programm gewünscht habe, auch tatsächlich möglich ist….

EDIT: Das Wichtigste habe ich natürlich vergessen! Warum bin ich überhaupt auf MediaMonkey gekommen? Ich habe nach einem Programm gesucht, welches Synchronisation auch mit anderen mp3-Playern als dem iPod erlaubt, da ich einen iRiver H120 besitze. Ja und MediaMonkey versteht sich mit allen gängigen mp3-Playern – sehr schön!

Über juliaL49

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