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Englisch lernen mit TV-Serien #25: to descale

Alle bereit für eine äußerst wichtige Lektion in Sachen alltäglicher Überlebenskampf auf den britischen Inseln? Was könnte das sein?! Nun, wie wir alle wissen bzw. denken, ist Tee das Hauptnahrungsmittel der Briten (neben Bier und Fish ‘n Chips und im Nordne Deep Fried Mars Bars und Irn Bru). Die Zubereitung dieses Getränks folgt hochwissenschaftlichen Abläufen und ist streng geheim. Es ist nur bekannt, dass Wasserkocher und runde, flache Nylonsäckchen eine große Rolle in der komplizierten Prozedur spielen.

Uns soll hier nur die Maschine interessieren bzw. deren Erhaltung, denn der böse Kalk kann da einen Strich durch die Rechnung machen. Manchmal im wahrsten Sinne des Wortes. Damit es nicht soweit kommt, lernen wir heute die entsprechenden Vokabeln. Dazu wenden wir uns zur Serie Spaced, die ich vor einigen Tagen vorgestellt hatte und zwar zur Folge 1.2 Gatherings. Wie schon in der Serienkritik beschrieben, gibt es sehr viele popkulturelle Anspielungen und gleich treffen wir auf Indiana Jones (Raiders of the Lost Ark / Jäger des verlorenen Schatzes – siehe kursive Zeile). Zum besseren Verständnis der visuellen Jokes habe ich Screenshots eingefügt.

TIM
Listen, I’ve got an idea.

DAISY
What ?

TIM
Something I think you’re gonna like.

DAISY
I’ve got to be getting on.

TIM
It’s important, Daisy. Trust me.

It's important Marianne/Daisy. Trust me.

9 1/2 Minutes Later

TIM
Hm. I’m glad we did that.

DAISY
We had to really.

TIM
It was inevitable. I’m just glad we did it sooner rather than later.

Foto-Projekt 52 (2010) #5: Die Farbe Grün

Projekt 52 (2010)Der Schnee stapelt sich immer noch meterhoch und nirgends ist nur ein kleines grünes Fleckchen zu sehen. Doch für das Projekt 52[1] und das Thema Die Farbe Grün habe ich keine Kosten und Mühen gescheut! Zumindest theoretisch.

Als das Thema vor zwei Jahren schon mal dran war, habe ich eine satte grüne Wiese in England gefunden, die natürlich diesmal unmöglich aufzutreiben war. Doch dann kam der Zufall zu Hilfe! Gestern, als das Wetter fantastisch war mit strahlendem Sonnenschein und leuchtend blauem Himmel, war mein Dalek Sgt. Pepper verschwunden und so musste ich ein vorgesehenes Fotoshooting leider absagen. Dankenswerterweise konnte ich so die Kosten und Mühen auf ein Minimum reduzieren. Vorhin habe ich den armen Kerl gefunden und er präsentierte eine kostengünstige Alternative für das ausgefallene Shooting:

05 Grün

Er ist in eine Falle getappt! In einem zentimetertiefen Schneeloch wurde ein nicht elektrisiertes Netz[2] über ihn geworfen. Zum Glück kam ich rechtzeitig zur Rettung von Sgt. Pepper, bevor der Bösewicht seine Falle kontrollieren konnte. So, und jetzt muss ich mal nach dem Kleinen sehen, ob er wieder aufgetaut ist.

Das Bild wurde aufgenommen mit einer Belichtungszeit von 1/350 Sek., Blende f/9.5, Brennweite 11.5 mm und ISO-Empfindlichkeit 320. Die nachträgliche Bearbeitung beschränkte sich auf RAW-Import, Beschneiden und Verkleinern.

  1. Es handelt sich um ein Foto-Projekt, bei dem die Teilnehmer jede Woche zu einem vorgegebenem Thema ein Foto machen. Die Regeln sehen vor, dass eine bestimmte Figur auf den Bildern zu sehen sein muss. In meinem Fall ist das ein Dalek namens Sgt. Pepper. []
  2. Ein kleiner Insiderwitz für diejenigen, die auch die Serie The Big Bang Theory verfolgen. []

Chartspunkte #17: An der Chartsfront nichts Neues

Ich bin noch den Rest der vorweihnachtlichen Chartsbetrachtungen schuldig und damit ich es diesmal tatsächlich schaffe, fange ich sofort an. Meine neue Bewertungsskala (s.u.) kommt wieder zum Einsatz.

Ein Hinweis an alle hereingestolperten Besucher: das hier ist eine schonungslose und unglaublich ernst gemeinte Zerpflückung der deutschen Charts. Jede Woche schreibe ich auf, welche Neueinsteiger es in den Top 20 der Single- und Download-Charts gab und höre diese alle paar Wochen an und berichte vom Erlebnis. Das mache ich schon seit knapp zwei Jahren so und entgegen aller Erwartungen habe ich das überlebt. Bisher. Knapp. Nun aber:

  • Jennifer Paige | Nick Carter – Beautiful Lie
    minusminus Oh, wir sind ja so verdammt cool! Das Elektronikgedöns ist grässlich, die können nicht wirklich singen und der Text entstammt wahrscheinlich einem Reimlexion, aber die Melodie ist nicht ganz verkehrt.
  • Black Eyed Peas – Meet Me Halfway
    minusminusminus Kaum zu glauben, aber anscheinend gibt es auch im Weltraum schlechte Musik. Man nehme die bekannten Basiselemente (Drumbeat, verschiedene Stimmen für jeden “Geschmack”, tanzbare Melodie, Computergeneriertes Video) und fertig ist der Chartserfolg. BEP haben auch nur ihren ersten (annehmbar guten) Hit immer wieder neu geremixt und die Käufer danken es ihnen.
  • Beyoncé – Broken-Hearted Girl
    minus Die siebte (!!!) Single aus ihrem letzten Album und wenn es nicht so weinerlich und künstlich klavierlastig wäre, könnte man sich das durchaus anhören. Ein schwarzweiß-Video unterstützt die auf-die-Tränendrüse-drück-Absicht. Für diese Schablone dürfen wir wohl Chris Isaak danken.

Blick über den Tellerrand vom 6. February 2010

  • Kameras bequem vergleichen mit Snapsort (6. February 2010)

    Bei Snapsort kann man ganz einfach die Bezeichnung zweier Kameras eingeben, klickt auf “Compare” und schon bekommt man den direkten Vergleich schön ordentlich aufgelistet. Dabei werden wichtige Unterschiede & Gemeinsamkeiten herausgestellt und von Snapsort ein “Gewinner” ermittelt.

  • Die kommende IT-Ära: Halbgeschlossenen, aber konsumentenfreundlich (5. February 2010)

    Offenheit gut, Geschlossenheit schlecht. Das ist seit vielen Jahren ein Dogma in der IT-Branche. Aber stimmt dieses Prinzip wirklich? Oder zeigen uns nicht die erfolgreichsten Produkte der letzen Jahre, dass mehr Herstellerkontrolle manchmal gut ist für die Konsumenten?

  • Zurückgezogene Studie: Das offizielle Ende eines Impf-Skandals (3. February 2010)

    Die Schutzimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln soll Autismus auslösen. Das war das Ergebnis einer Studie vor zwölf Jahren. Jetzt hat “The Lancet” die Veröffentlichung zurückgezogen. SPIEGEL ONLINE über die Chronologie eines Falls von wissenschaftlichem Fehlverhalten und seinen drastischen Folgen.

  • Kommentar: Grammys 2010 (2. February 2010)

    Die Einteilung der Kategorien war auch bei dieser Verleihung eher dem Zufall geschuldet, denn einer durchsichtigen Politik. Aber was will man sich beschweren bei dieser ultimativen Aufgeblasenheit der Rubriken, die neben jeder „Besten Vocal Performance“ noch eine Unterabteilung „Best Female Vocal Pop Performance“ aufmacht und dass insgesamt 280 CDs (!!!) einen Grammy-Nominee-Sticker auf ihre Hülle pappen können, um die Verkaufszahlen wenigstens auf merkliche Niveaus zu heben.

Beetys Projekt Hörsturz: Runde 13

projekthoersturzEs ist Freitag Abend und wie jede zweite Woche setze ich meine Lauscher für die aktuellen Runde im Projekt Hörsturz[1] möglicherweise großen Gefahren aus. Da mir aber endlich mal wieder das Losglück wohlgesonnen war, weiß ich schon, dass der letzte Song gut angenehm werden wird. Mal sehen, ob die anderen Songs da mithalten können.

Zur Einschätzung der Wohlgefälligkeit werden Punkte nach folgender Skala vergeben: 0 = unerträglich, 0,5 = abschreckend, 1 = Müll, 1,5 = schlecht, 2 = lässt mich kalt, 2,5 = Durchschnitt, 3 = so lala, 3,5 = ok, 4 = mag ich, 4,5 = super, 5 = perfekt. Natürlich werden die Songs tatsächlich nur gehört und nicht angsehen!

  • Die Stiele – Das Blatt (von dehkah)
    Dass das Layout der Seite die Playersteuerung verhindert, will ich den Pflanzenteilen mal nicht negativ anlasten, aber diese unmotivierte Gestreiche vom Mittelaltermarkt und die nasale Stimme verschlechtern den Eindruck. Erinnert mich an Kinderkassetten aus der waldorfischen Ecke. Sicherlich die optimale Untermalung zum Tanzen des eigenen Namens (Schulfach Eurythmie).
    Punkte: 1 von 5
  • Le Tigre – Deceptacon (von LemonHead)
    Oha, wenn mein Präsident die Finger im Spiel hat, ist Fingerspitzengefühl gefragt. Wobei hier vor allem die Zupffinger zum Einsatz kamen und dazu die Stimme, um Joan Jett nachzueifern. Ein bisschen quietschig ist letzere, aber die Menge an Elektronik stimmt und irgendwie kommt da die Sonne raus! Zum Ende hin lässt der gute Eindruck etwas nach, aber das würde jede Party bereichern.
    Punkte: 3,5 von 5

Song des Tages: A Sunny Day in Glasgow – Everywhere (Fleetwood Mac Cover)

Wenn eine Band aus Philadelphia mit einer schottischen Stadt im Titel einen Song einer meiner Lieblingsband covert, dann ist das so over the top fantastisch, dass ich das hier vorstellen muss. Siebeneinhalb Minuten Bliss mit zweistimmigen Harmonien, drei akustischen Gitarren und einer Menge Handgeklatsche:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube DirektÜberall

Aufgenommen wurde das Video für die Zeitschrift The New Gay und gefunden habe ich es bei Stereogum, wo ebenfalls das Video zu So Bloody, So Tight vorgestellt wird. Der Song stammt vom letztjährigen Album Ashes Grammar, das mir bisher noch nicht so zusagte (Spotify-Link), aber da es heißt

a 22-track portrait full of soft vocals floating in lush soundscapes and shifting rhythms, stitched together by scene-setting, gauzy, often synthetic interstitials. It requires a full listening, but is worth it.

werde ich mich die Tage nochmal damit beschäftigen.

Liedzeilen-Quiz #95

Mit großen Schritten nähern wir uns der Dreistelligkeit und da heute das Postpunk vs. Leser-Rätsel verschoben wurde, lastet die gesamte Musikrätselhoheit auf meinen Schultern. Wer aufgrund des angedrohten Lerneffekts hergefunden hat, findet unten eine kleine Regelübersicht. Ihr dürft gespannt sein, wie schwierig es wird und ich bin gespannt, wie schnell Ihr die heutigen Zeilen erratet. Auf geht’s:

  • In zwei Zeilen wird von mysteriösen körperlichen Vorkommnissen berichtet und von aufgelösten Lebensgefährten.
  • Live ließ sich der Interpret nicht ins Bockshorn jagen, sondern eher in die Zwickmühle blasen.
  • Der Songtitel und die gesuchten Zeilen bieten viel Spielraum zur Interpretation. Offensichtlich wäre eine medizinische Auslegung, doch die verbreitetste ist (natürlich) eine sexuelle.
  • Der Interpret hat zuletzt ein verrücktes Cover veröffentlicht, das eine Umkehrung eines Glasvegas-ähnlichen Covers war. Weitere Veröffentlichungen sollte man nicht erwarten. Der gesuchte Song ist schon etwas älter (wenn auch nicht so alt wie das Jahr, das die Popmusik rettete).
  • Der Bandname klingt gewaltig französisch und hat mich beim ersten Zusammentreffen in einem Buch sehr verwirrt.
  • Das Buch wurde mittlerweile verfilmt, aber die Band leider dort nicht erwähnt. In einem anderen, sehr viel besseren Film dagegen wird der gesuchte Song verwendet und eröffnet den Soundtrack.

Auflösung: Gesucht war das fantastische Blister in the Sun der Violent Femmes aus dem Jahre 1983 (Text, Anhören). Laut den meisten Interpretationen geht es um Masturbation, aber auch Herpes oder noch abenteuerlichere Spekulationen machen die Runde (s. Songfacts).

Die Band tourte mit einer Bläsertruppe (Horns of Dilemma) und ich hörte zum ersten Mal bewusst von denen im Buch The Time Traveler’s Wife. Der angesprochene Film ist natürlich Grosse Pointe Blank. Letztes Jahr trennten sie sich, nachdem sie zuletzt Crazy von Gnarls Barkley gecovert hatten, die ihrerseits Gone Daddy Gone neu aufgelegt hatten.

Lösen konnte cimddwc.

Serienkritik: Spaced

Spaced-DVD“Tonight is gonna be a large one” ist der Untertitel des Blogs von bullion und seit einigen Tagen weiß ich endlich, woher der Spruch stammt, nämlich aus der britischen Sitcom Spaced. Bevor jetzt alle schreiend davon rennen, bleibt mir noch ein bisschen gewogen und lasst Euch davon überzeugen, dass wir es hier mit einem Meisterwerk zu tun haben!

Vor über zehn Jahren lief die erste Staffel und in den sieben Episoden erfuhren wir vom Leben einiger durchgeknallter und doch völlig normaler Mittzwanziger in London. Tim ist ein Comiczeichner, der es bisher zum Aushilfsverkäufer in einem Comicshop gebracht hat und er zieht mit Daisy zusammen, die gerne Schriftstellerin wäre, aber bis auf einige fragwürdige Selbsthilfeartikel noch nie was veröffentlicht hat. Rund um die beiden gibt es schrullige Freunde und Hausbewohner und sehr, sehr, sehr viele popkulturelle Anspielungen, besonders Filme und Videospiele, die der typische Geek gut findet und entsprechend auch erkennt.

Der Grund für die vielen Anspielungen liegt im Team begründet, die selber große Film-, Comic- und Videospielfans sind. Die Rede ist von Simon Pegg (Tim, Drehbuch), Jessica Stevenson (Daisy, Drehbuch) und Edgar Wright (Regie), die einige Jahre später durch Shaun of the Dead richtig berühmt wurden. Auch Nick Frost ist mit von der Partie und macht in seinem ersten Schauspieljob eine hervorragende Figur. Überhaupt sind alle Charaktere, Haupt wie Neben wie Gast, hervorragend besetzt und Kenner des britischen Fernsehens werden auf viele bekannte Gesichter treffen (Bill Bailey, David Walliams, Mark Gatiss, John Simm, Lee Ingleby, Ricky Gervais, …). Die Besetzung alleine würde keine tolle Serie ausmachen, aber die knackigen Drehbücher und filmische Regie perfektionieren das Unterhaltungspaket.

Nachfolger-Debütalbum-Vergleich: Vampire Weekend – Vampire Weekend / Contra

Vor anderthalb Jahren habe ich einige neue Alben mit dem Vorgänger verglichen (Fratellis, Last Shadow Puppets, Dirty Pretty Things) und da gestern endlich Contra, das zweite Album von Vampire Weekend bei Spotify verfügbar wurde (Link) werde ich das mit dem selbstbetitelten Debutalbum vergleichen.

Alben von Vampire Weekend bei Spotify

Vampire Weekend (Debut von 2008)

Vor zwei Jahren war ich so begeistert von dem frischen Sound aus “Indiepop, Punk und afrikanischen Einflüssen (Paul Simon lässt grüßen)”, dass es einen Platz in meinen zehn besten Alben des Jahres eroberte.

In meiner Albumkritik vergab ich gute vier von fünf Punkten in meinem Fazit meinte ich

[...] angenehm kompakte[s] und kurzweilige[s] Album. Wer einen Song mag, dem gefällt das Gesamtwerk. Eignet sich hervorragend zur Dauerrotation für jede Gelegenheit, sowohl als Untermalung nebenher als auch mit voller Aufmerksamkeit.

Das Album ist mit 34 Minuten wirklich kurz, aber es macht sehr viel Spaß. Kann daran liegen, dass ich Graceland sehr gerne mag. Jedenfalls ein Kracher von einem Debutalbum, der die Erwartungen für den Nachfolger sehr hoch ansetzen ließ.

Contra (Nachfolger von 2010)

Wieder eine Januarveröffentlichung, was für diese Art Musik eher gewagt ist, aber es gab in den letzten Monaten so einige Häppchen, z.B. den ersten Song Horchata als kostenlosen Download. Ich fand den beim ersten Hören nicht so umwerfend, aber die Melodie blieb dann doch irgendwann hängen und die Zeile “In December, drinking Horchata I look psychotic in a balaclava.” ist nun wirklich so dämlich, dass sie schon wieder gut ist.

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