Fitbit hat 45 Tage Widerrufsrecht, weil es 14 Tage dauert bis die Rueckgabe genehmigt wird

Wie die Ueberschrift schon vermuten laesst, will ich an dieser Stelle meinem Aerger ein bisschen Luft machen, weil ein eigentlich simpler Vorgang unnoetig in die Laenge gezogen wurde. Um das Ganze einfach zu gestalten gibt es eine Uebersicht mit Zeitangaben:

Freitag, 3. Juli, Mittagspause
Ich habe nach langem Ueberlegen beschlossen mir einen Fitness-Tracker zu kaufen und die Wahl fiel auf den Fitbit Charge HR. Den gibt es ueber Parkrun mit £15 Rabatt und die kontinuierliche Pulsmessung gibt den Ausschlag neben all den anderen Vorteilen eines solchen Gadgets. Noch mehr bunte Balken und Kurven zum Angucken!

Montag, 6. Juli
Urspruengliches Lieferdatum, das ich aber nicht wahrnehmen kann.

Dienstag, 7. Juli, 12:52
Nach einer kurzen Nachfrage ueber Twitter, wo denn die Benachrichtigung bleibt und einer Privatnachricht, bekomme ich alle relevanten Infos per SMS. Die Lieferung erfolgt in einem einstuendigen Zeitfenster und man kann den Fahrer per GPS verfolgen – das ist wirklich beeindruckend und ab Mittag kann ich den Charge HR nutzen.

Mittwoch, 8. Juli bis Sonntag, 12. Juli
Nach anfaenglicher Euphorie kommt langsam die Ernuechterung, denn der Ruhepuls ist 10-15 Schlaege zu hoch[1] und die Schlafdaten sind abenteuerlich ungenau. Der Schrittzaehler ist sehr genau, aber das ist nicht mein Hauptaugenmerk und so entscheide ich mich zur Rueckgabe nach nur fuenf Tagen.

Montag, 13. Juli, 7:30 – TAG 0
Nach Studium der UK Returns Policy

If you are unsatisfied with your purchase from Fitbit.com for any reason, you have 45 days from the date of purchase to request a full refund. You may return any product purchased on Fitbit.com (“Product”).

Lauf-Webseiten im Vergleich: Runtastic vs Strava (Folge 1: Runtastic)

Es ist exakt ein Jahr her, dass ich die beiden Lauf-/Sport-Apps Runtastic und Strava verglichen habe. Damals ™ habe ich angekündigt auch die jeweiligen Webseiten zu vergleichen und das soll hiermit vor Ablauf der Jahresfrist nun endlich geschehen. Das Ganze ist etwas länger geraten und deswegen gibt es drei Teile. Im letzten zur Zusammenfassung gibt es einige Links zu anderen Vergleichen und einigen interessanten technischen Details[1].

Der Beitrag ist schon lange in Vorbereitung und in Stichwörtern gewachsen. Die Webseiten (und Apps) haben sich in der Zwischenzeit ein bisschen verändert, hauptsächlich zum Positiven, indem neue Funktionen hinzu kamen. Doch der Reihe nach. Bei den Apps ging Runtastic als eindeutiger Sieger hervor und das ist auch heute noch so. Bei den Webseiten jedoch gibt es für mich keinen klaren Sieger, da beide jeweils einige Alleinstellungsmerkmale haben, die ich nicht missen möchte.

Seit letztem Jahr hat sich meine Routine etwas geändert, da ich meine Runtastic-GPS-Watch nicht mehr habe (fehlerhaft), sondern mittlerweile eine Suunto Ambit2. Die kann jetzt auch (rudimentär) Intervalltraining, so dass ich die Runtastic-App nicht mehr brauche. Vorher war es so, dass meine Aktivitäten automatisch mit Runtastic sychronisiert wurden und anschließend manuell zu Strava hochgeladen werden mussten. Jetzt ist es genau umgekehrt, d.h. manuell ist immer noch nötig[2].

Runtastic – Webseite

Runastic-Webseite
Screenshot der Runtastic-Webseite. Da ich Premium- bzw. Gold-Mitglied bin, wird keine bzw. weniger nervige Werbung angezeigt. (Klick für größere Version)
  • positiv: nützliche Aufteilung und gute Übersicht von allen und einzelnen Aktivitäten
    Ich finde (fast) alle wichtigen Details und kann schnell in die verschiedenen Bereiche navigieren. In der Einzelansicht gibt es Links zur nächsten und vorherigen Aktivität, was ein schnelles Blättern erlaubt.

2 Wochenenden mit 200+ km Radeln

Die letzten beiden Wochenenden habe ich jeweils an zwei Radveranstaltungen teilgenommen – Tag und Nacht – und bin so auf ca. 200 bzw. 250 km insgesamt gekommen. Das war hart und mein ITB ist ziemlich unglücklich. Deswegen ist die nächsten Wochen ist weniger Radeln angesagt und es bleibt Zeit für einen Blick auf die vier Events.

Trainlingslog der letzten beiden Wochen
Die letzten beiden Wochen Radeln im ܆berblick – nicht alle Strecken sind aufgezeichnet. [Klick für größere Version]

Edinurgh-St Andrews Lepra Ride 2015 (105 km plus 25 km zum/vom Start/Ziel)

Am Samstag, den 13. Juni bin ich wie auch im letzten Jahr mit einigen hundert anderen Radfahrern nach Fife gefahren. Das Wetter war etwas besser als im letzten Jahr, d.h. nur etwas Nieselregen zwischendurch. Allerdings gab es diesmal ziemlichen Gegenwind. Das ist ungewöhnlich, da der zu mindestens 90% der Zeit aus der anderen Richtung kommt. Aber andererseits war somit garantiert, dass es nicht zu heiß wurde und die Klamottenfrage mit langärmeligem Jersey und dünner Jacke relativ einfach gelöst wurde.

Wie auch im letzten Jahr bin ich mit den 20 Milers losgefahren und ab dem Mittagessen alleine weiter. Ich muste nämlich einen bestimmten Zug erwischen, damit ich zum nächsten Event wieder rechtzeitig zu Hause war. Und in diesem Fall reichte es nicht, rechtzeitig in St. Andrews anzukommen,  sondern es musste noch Zeit bleiben ins übernächste Dorf zum Bahnhof zu radeln…

Interessanterweise war ich mit meinem Rennrad ohne Gepäck nur wenige Minuten schneller als letztes Jahr mit meinem Hybrid und zwei schweren Packtaschen[1]

Video: Stornoway – Man on Wire

Die Oxforder von Stornoway veröffentlichen Man on Wire als nächste Single und natürlich gibt es ein Video dazu. Wie zu erwarten spielt ein Vogel mit:

Hauptdarsteller ist in diesem Fall Wanderfalke Moses. Die Band schreibt dazu:

After the wonderful experience we had filming our previous video for Get Low with Lloyd and Rose Buck, the birder-whisperers extraordinaire, we couldn’t wait to get back out into the UK wilderness and be chased around by a predatory bird.

This time we were on Nyland Hill in Somerset, just a couple of valleys away from Glastonbury, and our co-star was a young Peregrine Falcon named Moses. It was our first time working with Susie Attwood as director – she can usually be found on stage playing violin in our live shows.

PS: hoffentlich könnt Ihr das in Deutschland sehen. Zumindest mit entsprechendem geblocking plugin.

Rennbericht: 9. Greifswalder Citylauf am 16. Mai 2015

Ein einfacher 10km-Lauf hat einen Eintrag in dieser Reihe der eher ungewöhnlichen Rennen verdient? Ja, denn er ist aufgrund meiner persönlichen Verbundenheit etwas Besonderes. Es handelt sich hier um das fünfjährige Jubiläum meines ersten Rennens. Beim Lauf am 15. Mai 2010 wurde ich Letzte (siehe Bericht), aber dieses Mal hatte ich mir bessere Chancen ausgerechnet. Mit meiner aktuellen Bestzeit (aufgestellt vor fünf Wochen) könnte es sogar für die Top 10 reichen und in der Altersgruppe W35 wahrscheinlich Top 3. Mal sehen, ob das geklappt hat.

Meine Anreise war etwas länger als vor fünf Jahren, d.h. statt paar Minuten Fußweg benötigte es einen Nachtzug und einen Regionalexpress. Geschlafen habe ich nicht viel, aber am Morgen hatte ich eine umso schönere Aussicht:

Rapsfelder und Bahngleise
Ostdeutsche Rapsfelder im Morgenlicht

Angekommen bin ich anderthalb Stunden vor dem Start, so dass ich meine Nummer abholen und noch einen kurzen Blick durch die Innenstadt werfen konnte. Greifswald hat sich (in dem kleinen Bereich) wenig verändert und ich habe meine Universitätsstadt wieder erkannt. Auch einige bekannte Gesichter waren dabei unter den Zugreisenden, Läufern und Zuschauern.

Greifswalder Marktplatz
Der Marktplatz ist für den Citylauf hergerichtet worden: Buden und Absperrungen für das internationale Event!

Meine Entscheidung im ärmellosen Hemd zu laufen erntete so einige ungläubige Blicke, aber bei 10°C mit Stirnband, Fließschal und dicker Jacke ist das schlimmere Extrem. Die meisten hatten jedenfalls eine Jacke an und ich habe mehrere Läufer nach kurzer Zeit ihre Lagen ausziehen und tragen sehen… Pünktlich um 13 Uhr fiel der Startschuss für die vier Runden. Ich war leider etwas zu weit hinten und musste erstmal ein paar Übereifrige überholen, aber das war vielleicht besser so, denn ich bin wie immer etwas zu schnell angegangen.

Blog-Parade: Die 10 legendärsten Serienepisoden

Meine Beiträge folgen gerade einem symmetrischen Konzept und wenn nach dieser Blog-Parade wieder drei Rennberichte folgen, wird es komplett. Ich habe da schon etwas geplant, aber zunächst wenden wir uns der Welt der Legenden und Serien zu. Also Legenden von Serienepisoden. Denn durch bullions Beitrag bin ich auf den Aufruf von Miss Booleana gestoßen, wo nach den 10 legendärsten Serienepisoden gefragt wird:

Mit ‘legen­där’ meine ich übri­gens was für mich ein extrem span­nen­des und mit­rei­ßen­des Erleb­nis war — oder ein­fach über­durch­schnitt­lich gut gemacht. Eine Folge, die ich wahr­schein­lich nie ver­ges­sen werde. Sicher­lich ist auch die Red Wed­ding legen­där — aller­dings auf die erschre­ckende Art, des­we­gen bei­spiels­weise nicht in mei­ner Liste. Wel­cher Seri­en­mo­ment hat euch zu Trä­nen gerührt und wel­cher mit Abstand am längs­ten beschäf­tigt? Gibt es eine per­fekte Folge? Die, die alles rich­tig macht?

Und das möglichst ohne Spoiler. Haha, das kann was werden. Einreichen der eigenen Liste ist möglich bis 1. Juni. Meine Liste folgt chronologisch dem Ausstrahlungssdatum:

Doctor Who – 1.1 An Unearthly Child (23.11.63)

Damit fing alles an! der Polizist im Nebel, der den Schrottplatz findet und die Police Box. Und Susan macht dem Titel alle Ehre. Ihre Lehrer Ian und Barbara werden vorgestellt und das ziemlich clever. Der Doktor ist ein knotteriger Miesepeter und der Cliffhanger ist einfach nur mysteriös. The rest, as they say, is history.

Stöckchen: 5 Bücher für 2015

Alle guten Dinge sind drei und bullion hat mir ein weiteres Stöckchen zugeworfen[1] und diesmal geht um fünf Bücher, die ich in diesem Jahr unbedingt noch lesen möchte.

Bevor wir jedoch zu dieser Liste kommen, werfen wir noch einen Blick auf das gleiche Stöckchen aus dem letzten Jahr, was vor 11½ Monaten hier vorbeiflog. Immerhin vier der fünf Bücher habe ich gelesen und das letzte fehlt noch, da es weder in der Bücherei noch günstig als ebook zu haben ist… Um diese Enttäuschung für das nächste Jahr zu vermeiden, wähle ich für die aktuelle Liste Bücher aus, die ich tatsächlich schon habe.

One SummerBill Bryson – One Summer: America 1927
Der gute Bill ist einfach ein toller Schreiber und er kann jedes scheinbar uninteressante Thema wunderbar aufbereiten, dass man eine Menge lernt und viel Spaß dabei hat. Das hier hat Florian von Astrodicticum Simplex letztes Jahr als Sommerlektüre empfohlen und ich habe es gleich auf meine Liste gesetzt. Deswegen überlasse ich auf Florian die Beschreibung:

Es geht darin um das, was zwischen Mai und September 1927 in den USA passiert ist. Um den berühmten Atlantik-Flug von Charles Lindbergh, die 60 Home Runs des Baseball-Spielers Babe Ruth, den Präsidenten Calvin Coolidge und die angeblichen Anarchisten Sacco und Vanzetti. Und jede Menge andere Leute und Ereignisse die eigentlich nicht wirklich etwas miteinander zu tun haben.

Wer jetzt auch interessiert ist, der kann z.B. über meinen Amazon-Partnerlink bestellen[2].

Stoeckchen: hochgradig ueberfaellige Buchverfilmungen

In den letzten Wochen hat mich bullion zweimal beworfen mit der Aufgabe mich zu ueberfaelligen Buchverfilmungen und zu den besten Songs in Filmen und Serien zu aeussern. Erstere werde ich gleich aufzaehlen und letztere werden „zeitnah“ abgehandelt (die mentale Liste ist langsam am wachsen).

Die drei Buecher bzw Buchreihen, die ich hierfuer ausgewaehlt habe, waren sehr schnell klar. Einerseits, weil das jeweils letzte Buch der Serie vor kurzem erst gelesen habe bzw gerade am lesen bin. Andererseits, weil sie jeweils wirklich aussergewoehnlich sind und aus dem Bereich Science Fiction und Fantasy stammen, so dass eine Verfilmung sehr teuer, wenn nicht gar unmoeglich waere.

Die Reihenfolge geht nicht wertend, sondern nach Menge der bisherigen Buecher.

Ben Aaronovitch – Peter Grant Series

Peter Grant Reihe
Eines gehoert nicht in diese Reihe…

Angefangen bei Rivers of London[1] sind wir mittlerweile beim fuenften Teil Foxglove Summer angekommen.

Wie der Name des ersten Romans vermuten laesst, spielt die Reihe in der Hauptstadt der Insel und Fluesse eine tragende Rolle. Sowohl im uebertragenen als auch im woertlichen Sinne. Der namensgebene Peter Grant ist Polizist und er hat ein besonderes Talent neben seinem kriminellen Spuersinn. Bei einem Einsatz stoesst er zufaellig auf uebersinnliche Kraefte und bemerkt, dass er selber ein magisches Talent besitzt. Damit das nicht ungenutzt bzw. falsch eingesetzt wird, kommt er in die Lehre bei einem alten Meister.

Sein neues Hauptquartier und gleichzeitig Wohnung wird The Folly[2] und er muss fortan die moderne, bequeme Technik-Welt mit der alten, altmodischen Zauber-Welt unter einen Hut bringen.

Blog-Parade: Die 10 besten Vorspanne von Fernsehserien

Zur Abwechslung gibt es mal wieder leichte Kost und es wird nostalgisch! Wie nun mittlerweile ueblich, wurde ich durch bullion auf eine Blog-Parade aufmerksam und diesmal geht es um die 10 besten Vorspanne von Fernsehserien im Sinne von Zusammenspiel von Musik und Bildern.

Da sind mir sofort eine ganze Menge eingefallen, aber nicht so aktueller Kram wie bei bullion, sondern vor allem die vielen alten amerikanischen Serien, die ich frueher haufenweise gesehen habe. Mittlerweile schaue ich fast nur noch kurze britische Serien[1] und auch wenn die Vorspanne da oft sehr gut sind (z.B. Luther, Sherlock, Peaky Blinders), so sind ein Dutzend Folgen nicht genug damit sich der Vorspann in meine Erinnerung brennt. Ok, die Vorgabe lautet „beste“, aber ich funktioniere das in „Lieblings“ um.

Die folgende Liste ist chronologisch nach Erstausstrahlung (im Ursprungsland) sortiert:

Bonanza (1959-1973)

Die beruehmte brennender Karte, untermalt von dem dun-dun-dun-dun-dun-dadaaaa (oder so aehnlich). Hunderte Male gesehen! Der Einritt der vier (spaeter drei) Protagonisten wurde im Laufe der 14 Jahre oefter aktualisiert, aber geaendert hat sich nicht viel.

Doctor Who (1963-1989/1996/2005-heute)

Das Theme von Ron Grainer alleine ist ungewoehnlich und einpraegsam. Das erste Arrangement von Delia Derbyshire zaehlt zu den ersten elektronischen Stuecken der Musikgeschichte. Sehr ausserirdisch! Und die Bilder dazu waren auch sehr ungewoehnlich – sie zeigten, was passiert, wenn eine Kamera ihren eigenen Output auf einem Monitor filmt. Tolle Idee und das wurde grundsaetzlich beibehalten von 1963 bis in die 1970er. Ab dem zweiten Doktor (1966) sah man auch sein Konterfei, das bis 1989 beim siebten Doktor beibehalten wurde.