Stöckchen: 5 Bücher für 2015

Alle guten Dinge sind drei und bullion hat mir ein weiteres Stöckchen zugeworfen[1] und diesmal geht um fünf Bücher, die ich in diesem Jahr unbedingt noch lesen möchte.

Bevor wir jedoch zu dieser Liste kommen, werfen wir noch einen Blick auf das gleiche Stöckchen aus dem letzten Jahr, was vor 11½ Monaten hier vorbeiflog. Immerhin vier der fünf Bücher habe ich gelesen und das letzte fehlt noch, da es weder in der Bücherei noch günstig als ebook zu haben ist… Um diese Enttäuschung für das nächste Jahr zu vermeiden, wähle ich für die aktuelle Liste Bücher aus, die ich tatsächlich schon habe.

One SummerBill Bryson – One Summer: America 1927
Der gute Bill ist einfach ein toller Schreiber und er kann jedes scheinbar uninteressante Thema wunderbar aufbereiten, dass man eine Menge lernt und viel Spaß dabei hat. Das hier hat Florian von Astrodicticum Simplex letztes Jahr als Sommerlektüre empfohlen und ich habe es gleich auf meine Liste gesetzt. Deswegen überlasse ich auf Florian die Beschreibung:

Es geht darin um das, was zwischen Mai und September 1927 in den USA passiert ist. Um den berühmten Atlantik-Flug von Charles Lindbergh, die 60 Home Runs des Baseball-Spielers Babe Ruth, den Präsidenten Calvin Coolidge und die angeblichen Anarchisten Sacco und Vanzetti. Und jede Menge andere Leute und Ereignisse die eigentlich nicht wirklich etwas miteinander zu tun haben.

Wer jetzt auch interessiert ist, der kann z.B. über meinen Amazon-Partnerlink bestellen[2].

Stoeckchen: hochgradig ueberfaellige Buchverfilmungen

In den letzten Wochen hat mich bullion zweimal beworfen mit der Aufgabe mich zu ueberfaelligen Buchverfilmungen und zu den besten Songs in Filmen und Serien zu aeussern. Erstere werde ich gleich aufzaehlen und letztere werden “zeitnah” abgehandelt (die mentale Liste ist langsam am wachsen).

Die drei Buecher bzw Buchreihen, die ich hierfuer ausgewaehlt habe, waren sehr schnell klar. Einerseits, weil das jeweils letzte Buch der Serie vor kurzem erst gelesen habe bzw gerade am lesen bin. Andererseits, weil sie jeweils wirklich aussergewoehnlich sind und aus dem Bereich Science Fiction und Fantasy stammen, so dass eine Verfilmung sehr teuer, wenn nicht gar unmoeglich waere.

Die Reihenfolge geht nicht wertend, sondern nach Menge der bisherigen Buecher.

Ben Aaronovitch – Peter Grant Series

Peter Grant Reihe
Eines gehoert nicht in diese Reihe…

Angefangen bei Rivers of London[1] sind wir mittlerweile beim fuenften Teil Foxglove Summer angekommen.

Wie der Name des ersten Romans vermuten laesst, spielt die Reihe in der Hauptstadt der Insel und Fluesse eine tragende Rolle. Sowohl im uebertragenen als auch im woertlichen Sinne. Der namensgebene Peter Grant ist Polizist und er hat ein besonderes Talent neben seinem kriminellen Spuersinn. Bei einem Einsatz stoesst er zufaellig auf uebersinnliche Kraefte und bemerkt, dass er selber ein magisches Talent besitzt. Damit das nicht ungenutzt bzw. falsch eingesetzt wird, kommt er in die Lehre bei einem alten Meister.

Sein neues Hauptquartier und gleichzeitig Wohnung wird The Folly[2] und er muss fortan die moderne, bequeme Technik-Welt mit der alten, altmodischen Zauber-Welt unter einen Hut bringen.

Blog-Parade: Die 10 besten Vorspanne von Fernsehserien

Zur Abwechslung gibt es mal wieder leichte Kost und es wird nostalgisch! Wie nun mittlerweile ueblich, wurde ich durch bullion auf eine Blog-Parade aufmerksam und diesmal geht es um die 10 besten Vorspanne von Fernsehserien im Sinne von Zusammenspiel von Musik und Bildern.

Da sind mir sofort eine ganze Menge eingefallen, aber nicht so aktueller Kram wie bei bullion, sondern vor allem die vielen alten amerikanischen Serien, die ich frueher haufenweise gesehen habe. Mittlerweile schaue ich fast nur noch kurze britische Serien[1] und auch wenn die Vorspanne da oft sehr gut sind (z.B. Luther, Sherlock, Peaky Blinders), so sind ein Dutzend Folgen nicht genug damit sich der Vorspann in meine Erinnerung brennt. Ok, die Vorgabe lautet “beste”, aber ich funktioniere das in “Lieblings” um.

Die folgende Liste ist chronologisch nach Erstausstrahlung (im Ursprungsland) sortiert:

Bonanza (1959-1973)

Die beruehmte brennender Karte, untermalt von dem dun-dun-dun-dun-dun-dadaaaa (oder so aehnlich). Hunderte Male gesehen! Der Einritt der vier (spaeter drei) Protagonisten wurde im Laufe der 14 Jahre oefter aktualisiert, aber geaendert hat sich nicht viel.

Doctor Who (1963-1989/1996/2005-heute)

Das Theme von Ron Grainer alleine ist ungewoehnlich und einpraegsam. Das erste Arrangement von Delia Derbyshire zaehlt zu den ersten elektronischen Stuecken der Musikgeschichte. Sehr ausserirdisch! Und die Bilder dazu waren auch sehr ungewoehnlich – sie zeigten, was passiert, wenn eine Kamera ihren eigenen Output auf einem Monitor filmt. Tolle Idee und das wurde grundsaetzlich beibehalten von 1963 bis in die 1970er. Ab dem zweiten Doktor (1966) sah man auch sein Konterfei, das bis 1989 beim siebten Doktor beibehalten wurde.

Rennbericht: Dunoon Ride & Run (inkl. Rant über Radtransport in schottischen Zügen)

Schon wieder ein Rennbericht? Ja, alle guten Dinge sind drei und das hier war ein wirklich außergewöhnliches Rennen und dank des schrecklichen Wetters habe ich einiges zu erzählen. Wie im Titel angekündigt gibt es außerdem ein paar Worte zum lächerlichen Radtransport in britischen bzw schottischen Zügen. Und wie ich mich mit Radlegende Graeme Obree unterhalten habe, ohne zu wissen, wer da vor mir sitzt. Aber vorher der eigentliche Bericht.

Wettervorhersage
So wie es aussah, würde es sicherlich Regen geben und schön starken Wind.

Wie das Bild aussagekräftig darstellt, war der Spaßfaktor von vornherein groß, denn es schüttete die ganze Nacht und auch noch als ich zum Start fuhr. Der war irgendwann zwischen 8 und 10:30 – wann immer es mir am besten passt. Dies verdeutlicht am besten die Art des Events, denn der inaugural [erste] Dunoon Ride & Run bestand aus einem Radel- und ein Rennteil, bei dem es drei bzw. vier Time Trials gab, d.h. Abschnitte, bei denen die Zeit gemessen wird und zwischendurch kann man so lange Zeit benötigen, wie man möchte.

The Ride

Radstrecke
Radstrecke über 31 Meilen/50 Kilometer mit einem heftigen Anstieg in der Mitte.

Am besten lasse ich die Veranstalter das mit ihren eigenen Worten beschreiben:

The 31 mile cycle route will be run as a Sportive (with a twist) there will be 3 time trial stages.
There will be a ‘King of the Mountains’ climb of approximately 2 miles, followed by a 3m and 5m time trial. This unique format breaks the route down into stages. Go for it on the time trials, enjoy the transitions and await your cumulative time for the days racing.

Rennbericht: Helix Novice Duathlon in Falkirk

Schon wieder ein Rennbericht? Ja, denn es gab ein eher ungewöhnliches Rennen, bei dem ich außerdem fast den Preis für die schnellste Frau gewonnen habe. Man darf also gespannt sein.

Nochmal kurz zur Erinnerung: Duathlon ist eine Multisportart und es wird gewechselt zwischen Laufen, Radfahren, Laufen. Quasi wie ein Triathlon, nur dass das Schwimmen durch einen weiteren Lauf ersetzt wird. Dies hier war der zweite bei dem ich teilnahm (nach dem StAUTri Autumn Duathlon im Oktober), aber es gab zwei Unterschiede: zum Einen war die Distanz nur etwa halb so lang, d.h. 3km, 11.5km, 1.8km und außerdem habe ich diesmal die Schuhe gewechselt. Mittlerweile habe ich Laufschuhe mit Gummizug, so dass diese schnell angezogen werden können und ich kann so die Vorteile von Clipschuhen beim Radfahren nutzen.

Der Veranstaltungsort war der Helixpark in Falkirk, ein wirklich schönes Fleckchen, das alleine wegen der Kelpies einen Besuch wert ist.

Tranistion Area
Blick auf die Transtition Area mit Start und Ziel (mein Rad rechst im Bild)

Die Schuhe habe ich ebenso wie mein Fahrrad nach der Registrierung in der Transition Area abgestellt. Das Teilnehmerfeld war relativ klein mit 101 gemeldeten Duathleten, viele davon zum ersten Mal dabei und nur eine Handvoll Mitglieder von Triathlonclubs. Das versprach ein entspanntes Rennen zu werden. Der Wind war relativ stark, aber nicht so beeinträchtigend wie im Oktober.

Rennbericht: National Cross Country Championships in Falkirk

Am vergangenen Sonntag war ich im Matsch spielen! Oder vielleicht nicht spielen, sondern eher plantschen. Es fanden die SCOTTISH NATIONAL XC CHAMPIONSHIPS in Falkirk statt und es war kalt, es schneeregnete in Strömen und gut die Hälfte des Kurses war so matschig, dass man kaum vorwärts kam[1]. Doch der Reihe nach.

Die Veranstaltung im letzten Jahr war angeblich die bis dato matschigste. Nun, dieses Jahr wurde das nochmal überboten. Die leicht geänderte Route sah so aus:

Falkirk Course Map
Die Senior Women laufen 2x die blaue Runde.

Die Damen (Senior Women) durften zweimal die große Runde und damit 8km laufen. Das ist für Cross Country Verhältnisse relativ viel, denn normalerweise sind es 6,4km (= 4 Meilen). Die Herren laufen meistens ein Drittel mehr, d.h. in diesem Fall waren es 12km.

Die Wettervorhersage hatte uns schon auf ein unangenehmes Erlebnis vorbereitet, aber es hat natürlich trotzdem großen Spaß gemacht. Unterm Strich war es eine positive Erfahrung, auch wenn es lange gedauert hat, bis meine Hände wieder auf Normaltemperatur waren.

Hier ein Video der Highlights:

Nach den ersten 30 Sekunden empfehle ich den Sprung zu 3:20 für einen Eindruck, wie man um Kurven rutschen kann. Ab 4:45 bzw. 5:15 gibt es Bilder hin und zurück der geraden Strecke oben links auf der Karte. Ab 5:50 gibt es den Zieleinlauf mit vielen Plantschern.

Blog-Parade Lieblingsserien: Doctor Who

meine DW-DVD-RegaleHeute gibt es zur Abwechslung mal wieder einen Beitrag zu Doctor Who und warum das meine Lieblingsserie ist. Petra rief dazu auf bis heute (jaja) einen Beitrag zu schreiben und gefunden habe ich die Aktion wie so oft über bullion.

Ungewöhnlicherweise hat Petra sogar ein Dokument bereitgestellt, wo jeder seine Serie mit Link zum Beitrag eintragen kann. Oder ist das jetzt so üblich bei Blog-Paraden? Jedenfalls eine gute Idee, denn so hat man alles im Blick. Und wenn ich Nummer 49 bin, ist sowieso alles super.

Falls nun über diese Aktion neue Leser auf meinen Blog kommen, so sei erwähnt, dass ich im UK lebe und deswegen den großen Vorteil habe, die hier vorgestellte (und andere tolle Serien) im Original zu gucken. Meine Lieblingsserie ist eine britische Institution und Begriffe wie TARDIS, Dalek, Police Box etc. gehören zum täglichen Sprachgebrauch, auch wenn jemand die Serie nicht kennt. Wobei das relativ selten vorkommt, denn zumindest ein paar Folgen hat jeder mal gesehen – in den letzten Jahren wahrscheinlich die Christmas Specials am ersten Weihnachtstag.

Ok, nun zum Thema. Als Anstoß gibt Petra ein paar Anregungen worüber man schreiben könnte:

Wie viele Staffeln oder Folgen gibt es, läuft sie noch oder wurde sie schon eingestellt. Auf welchen Kanälen oder online Diensten wird sie ausgestrahlt. Worum geht’s darin? Wieso zur Hölle, hat sie dich so gefesselt, dass du vielleicht sogar deinen Tagesablauf geändert hast, nur um pünktlich vor dem Fernseher zu sitzen?

  • Titel: Doctor Who 1963-1989/1996/2005-heute

Weg mit dem ganzen Zeug: 3 Jahrzehnte Papierkram

Meine Mission möglichst viel Unnötiges Zeug loszuwerden geht in die nächste Runde. Vor einem Monat wurde die App Scannable von Evernote veröffentlicht[1].

Großer Nachteil: nur für iPad und iPhone verfügbar, wie so oft. Ob und wann das für Android kommt, weiß ich nicht. Aber da ich im Oktober ein iPad gewonnen habe, erübrigt sich die Frage zum Glück[2] und ich habe letztes Wochenende angefangen meinen ganzen angesammelten Papierkram zu scannen.

Scannable Screenshot
Scannable aufnahmebereit

Scannable Screenshot
Scannable laedt die gescannten Dokumente zu Evernote hoch


Das Tolle an der App ist, dass sie das Dokument (fast immer) automatisch erkennt, zuschneidet, die Schrift erkennt und bei Bedarf dreht. Das erlaubt leichtes (!) Wackeln bei der Aufnahme, da die Schrifterkennung das korrigieren kann. Der Standardanwendungsfall sieht vor, dass das Gescannte zu einem Notebook bei Evernote hochgeladen wird, aber es kann auch auf dem Gerät gespeichert oder per Mail versendet werden. Dieser Vorgang ist ungemein praktisch und bietet eine Lösung für all die Schnipsel, die man aufgehoben hat, weil man sie möglicherweise noch mal braucht, all das sentimentale Zeug aus der Kindheit und all die offiziellen und freundschaftlichen Briefe, die man als Komplettist aufgehoben hat.

Burns Supper (sort of)

Heute ist Burns Night und vor acht Jahren wollte ich diese nochmal unbedingt in Schottland erleben. Nun, manche Wünsche gehen in Erfüllung… Und das Gericht ist auch fast echt, wenn man vom vegetarischen Haggis mal absieht:

Zutaten
Haggis, Neeps and Tatties

Wer sich über die Beschriftung swede wundert und anmerken möchte, dass das kein turnip ist, dem sei gesagt, dass das die Kurzform von swedish turnip ist (Steckrübe). Immerhin ist das Ding 100% schottisch! Die Zutaten beim echten Haggis kann man Ausländern (insbesondere Amis) damit schmackhaft machen, dass man sie als “it’s just offal” [=awful] beschreibt. Schmeckt aber sehr lecker und der vegetarische riecht zumindest genauso.

Geschält und geschnitten
Peeled and “cubed”, ready to be boiled

Offiziell müssen Kartoffeln und Rüben getrennt gekocht werden, aber das war mir zu aufwändig. Den Haggis kann im Ofen machen (70 Minuten – nein danke) oder in die Mikrowelle schieben.

Der fertige Haggis
Nach 10 Minuten Wellenbeschuss sieht es vegetarisch so aus.

Wie man im Bild oben sieht, könnte man den vegetarischen Haggis nicht als look-a-like verkaufen, da er wesentlich heller und grobkörniger ist. Schmeckt aber natürlich auch sehr lecker.

Fertiges Burns Supper
Das mashing geschieht hier on-the-fly.

Natürlich darf das berühmte Address to a Haggis nicht fehlen. Also stimmt alle gemeinsam mit an:

Address to a Haggis Address to a Haggis Translation